Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Ost+Front, Herzparasit im Konzert (Bischofswerda, Februar 2014)

Feuer der Neuen Deutschen Härte entzündet

Herzparasit geben Einblick in neues Album

Zum Thema

Während in Sotschi noch die letzten Medaillen des Abends vergeben werden, stehen schon die ersten Besucher im Bischofswerdaer Eastclub bereit. Drei Wochen nach Erscheinen ihres neuen Werks „Olympia“ landet der Tross von Ost+Front am westlichen Rand der Oberlausitz, um die neuen Stücke darzubieten.  Schnee und Palmen gibt es zwar nicht, dafür stehen aber zwei Bands bereit, die sich in die Gehörgänge der Zuschauer fressen wollen.

Herzparasit

Eröffnet wird der Abend durch die Münchner Band Herzparasit, die mit ihrem Album „Fromme Lämmer“ immerhin auch schon für ein Aufhorchen sorgen konnte. Frontmann Ric-Q  sucht man beim Auftakt zwar vergebens auf der Bühne, dafür wird er alsbald im Publikum gesichtet. Wobei gesichtet hier zart untertrieben ist, denn man kann den Sänger auch guten Gewissens als lebendes Lichtspektakel beschreiben. Leuchtmittel an Handschuhen, Gehstock, Mantel, Brille und nicht zuletzt die Laserpointer am Mikrofon lenken anfangs durchaus etwas von der eigentlichen Vorstellung ab.

Dabei zeigen Herzparasit schon mit dem ersten Titel „Alphatier“, dass sie mehr als nur optische Spielereien zu bieten haben. Eingängige Melodien und treibende Riffs gehören genauso zum Konzept wie durchdachte Texte. Mit dem nachfolgenden „Kartenhaus“ wird der erste Einblick in das im April erscheinende neue Album „Gifttherapie“ gewährt. Während sich das Publikum hier noch in Zurückhaltung übt, wird die Frage „Erdlinge, seid ihr schon vergiftet“ endlich zum Anlass genommen, immerhin die Köpfe rhythmisch mitzubewegen.

„Scharfer Schlaf“ bringt das endgültige Erwachen des Publikums, der eingängige Refrain wird schnell übernommen und auch die Hände wandern aus den Hosentaschen, um sich über den Kopf immer wieder zu treffen. Dass die Münchner, wie im Lied schon besagt, nicht die bösen Männer sind, bleibt ebenfalls weiter sichtbar. Lichtschwert und Seifenblasen kommen zum Einsatz, und lassen die Show auch weiterhin bunt und verspielt erscheinen. Angenommen wird dies bestens, so wundert es nicht, dass nach dem letzten Song „Stück für Stück“ Zugabe-Rufe erklingen.

Herzparasit lassen sich nicht lange unnötig bitten, Ric-Q sucht nochmals die Nähe des Publikums und die Aufforderungen zum Springen wird dort auch bestmöglich umgesetzt. Wobei das kraftgeladene „Dein Herz verliert“ eigentlich auch keine weitere Animation gebraucht hätte. Herzparasit präsentieren sich nicht nur als guter Einheizer, sondern können die Qualität des letzten Albums live sogar noch toppen.

Setlist:

Intro
Alphatier
Kartenhaus
Salz in meiner Wunde
HDF
Ein letzter Schnitt
Scharfer Schlaf
Milch
Stück für Stück

Dein Herz verliert


Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Erneut eine eindrucksvolle Bewerbung um den Titel „Konzert des Jahres“

Vom pinkfarbenen Cover hin zum Boxen

Das Wandern ist des Metallers Lust

Refuge, Teutonic Slaughter und Kadaverficker beim Saunafest

Sag zum Abschied mal so richtig laut Servus

Vor Freunden spielen ist doch auch ganz nett...