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Orphalis, Resurrected, Phobiatic, Bleeding Heaven & Obsolete Incarnation im Konzert (Oberhausen, August 2016)

"The Birth Of Infinity"-Release-Show in der Helvete

Orphalis

Ein wenig rotes Licht, viel Nebel – Orphalis mögen es auf ihrer Release-Show dramatisch böse... zumindest in den ersten Minuten, denn eigentlich soll auch hier der Spaß im Vordergrund stehen, gibt es doch etwas zu feiern: Mit „The Birth Of Infinity“ wird heute der zweite Longplayer der Dortmunder vorgestellt, komplett gespielt und eine Woche später auch offiziell veröffentlicht.

Die Stimmung im Publikum ist nun auch deutlich ausgelassener, endlich gibt es auch vor der Bühne ein ordentliches Gedränge, alles ist auf Partystimmung gepolt. Und wie sagt es einer der Death-Metal-Freunde im Publikum so schön: „Hier sieht man die Zukunft des deutschen Death Metal, hör dir nur mal die Gitarren an, so ganz nach dem Motto: ich könnte ja noch komplizierter spielen, aber so ist es doch auch ganz cool!“ Nun, wenn das mal keine Ansage ist, aber wenn man die Jungs auf der Bühne geradezu ohne große Anstrengung die Tappings auf Klampfen und Bass spielen hört, so darf, kann man fast nur mit einem zustimmenden Kopfnicken reagieren.

„Hey Leute, wir spielen heute das ganze Album, mal sehen, was dann noch so geht“, lässt Frontmann Thomas, der ja auch bei Man Made Predator ins Mikro brüllt, wissen. Da sind natürlich die wenigsten erst einmal in die neuen Songs eingeweiht, das Gros hört diese Tracks also zum ersten Mal. Und trotzdem funktioniert der Abend, gut 100 Fans haben sich in der Helvete zum Stelldichein versammelt. „Jetzt kann man auch wieder mehr Licht machen, solche Satanisten sind wir auch nicht“, so Thomas' Ansage, doch der Lichtmischer sitzt erst einmal auf seinen Ohren und es braucht noch zwei weitere Songs, bis nach „Ingrained Absurdism“, bis dann endlich auch die Lightshow mehr in Fahrt kommt und das trüb nebelige Blutrot ablöst.

Matte schütteln, Applaus spenden, doch ein wirklicher Moshpit ist heute nicht zu sehen. Thomas holt noch mit einem „Elite des NRW-Death-Metal“ zusätzlichen Applaus für die anderen Bands des Abends ein, bedankt sich für den Fansupport der letzten Jahre und schon ist irgendwie die Zeit so schnell verflogen, dass mit „Inferiority Absolved“ auch schon das Finale aus den Boxen hämmert.

Die Fans sind allerdings noch aufgestachelt und fit genug – mittlerweile hat sich der ganze Abend ja auch um gute 40 Minuten nach hinten verzögert –, um noch lautstark nach einer Zugabe zu brüllen. Die Fans drehen dann nochmals richtig auf, denn mit den beiden letzten Nummern verweisen Orphalis auf ihren damaligen „Watchmaker Analogy“-Einstand von 2011. Ein rundum gelungener Abend ist damit dann aber auch zu Ende, zumindest was die Liveshows betrifft, ab jetzt darf zu Mucke aus der Konserve gefeiert werden.

Setlist:

Intro Awaiting Ascension
Encased In A Higher Intellect
Reshaping The Omnipresence
Ingrained Absurdism
Planetary Reinvention
The Atavistic Tide
Lay Bare The Loam
Hematemesis
Swarming
Vanished State Of Divinity
Inferiority Absolved
------------------------------
Black Floods
Watchmaker

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