Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Orphalis, Resurrected, Phobiatic, Bleeding Heaven & Obsolete Incarnation im Konzert (Oberhausen, August 2016)

"The Birth Of Infinity"-Release-Show in der Helvete

„Krach von der Basis“, um mal frecherweise die Überschrift einer Rubrik aus einer bekannten Dortmunder Metalpostille zu übernehmen, denn fünf Tech-Death-Bands treten insgesamt in der Oberhausener Helvete an, um den Gästen ordentlich die Lauscher durchzupusten. Einhellig dürfte dann auch für diesen Abend, der ja vom Headliner Orphalis anlässlich des Releases ihres Full-Length-Scheibchens „The Birth Of Infinity“ initiert wurde, die Meinung herrschen, dass fünf Tacken für fünf Bands einfach zu günstig ist, zumal hier auf sehr hohem Niveau geprügelt wird. Eigentlich fast schon eine Frechheit, dass der Laden bei diesem Kurs und Angebot nicht aus allen Nähten platzt – da haben wohl einige Death-Metal-Fans auf ihrer Lesebrille gesessen. Es mag aber vielleicht auch an der mangelnden Werbung gelegen haben, denn so mancher Gast gibt zu Protokoll, nur durch Zufall von diesem Abend erfahren zu haben – auf der Homepage der Helvete soll diese Veranstaltung gar nicht erst beworben worden sein.

Obsolete Incarnation

Egal, Zeit für den Opener Obsolete Incarnation, der mit ein bisschen Verspätung die Bühne entert und gleich mal mit derbem Geprügel bis hin zu Grind-Einflüssen und gar machen Downbeats so gar keine Gefangenen macht. Doch was auf dem Debüt „New Breed Of An Uncurable Disease“ wie ein geordnetes Chaos über den Hörer hereinbricht, wirkt heute Abend ein wenig zu hektisch, nicht immer ist der rote Faden auf der Helvete-Bühne aufzunehmen.

Der schon beim Opener guten Stimmung tut das aber keinen Abbruch, sodass schon nach „Demon“ Oberbrüllwürfel Sven feststellen kann, dass in Oberhausen „was geht“. Und wenn schon auf der Bühne die Matten im Dauerrausch fliegen, da lässt sich das Publikum nicht dreimal bitten und die ersten vorn postierten HeadbangerInnen kreiseln gleich mal mit. Das Debüt steht heute natürlich im Vordergrund, schön aber, dass die Gummersbacher ihre Wurzeln nicht ausblenden und mit „Crossing The Line“ gleich auch mal auf eine Nummer von der 2010er EP „Insanity Redefined“ zurückgreifen.

„Kommt nach vorn, kommt schon“, animiert Sven immer wieder mal, immer mehr lassen die Haare wirbeln, mit „Suffocate Humanity“ gibt es sogar einen brandneuen Track auf die schon blutenden Ohrmuscheln – eine neue CD ist wohl schon fast fertig eingespielt und eine Veröffentlichung wird sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. In der Helvete geht es derweil mit „On A Single Tendon“ auf die Zielgerade, was das Publikum allerdings nicht akzeptiert und sich mit „Disastrous Massacre“ noch eine Zugabe erbrüllt. „Viel Spaß noch, wir sehen uns“, so Sven dann zum Abschied. Da darf man sich gerne auf eine Wiederholung freuen.

Setlist:

Bloodshed In Progress
Demon
Confessions
Free Will is Crying Out For Variety
Crossing The Line
Fading Light
Familiarity Creates Blood
Suffocate Humanity
On A Single Tendon
-----------------------
Disastrous Massacre

Seite
comments powered by Disqus

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend