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Ophis, Hooded Menace, Mourning Beloveth & Shores Of Null im Konzert (Oberhausen, Dezember 2015)

Ein Abend ganz in tiefstes doomiges Schwarz getaucht

Shores Of Null übernehmen heute die Openerposition (Foto: Francesco Corti)

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Ein Abend ganz in tiefstes doomiges Schwarz getaucht. Sicher nicht jedermanns Sache, aber das durchaus vielfältige Line-up lockt viele Fans in die Helvete. Etwas überraschend, finden doch in derselben Stadt immerhin das Ruhrpott Metal Meeting sowie das Nikolaut Winterfestival 2015 statt.

Shores Of Null

Doch diese beiden Festivals haben eben keine herzzerreißenden und epischen Death/Doom-Bands zu bieten, die gerne mal an die finnischen Stars von Amorphis erinnern, wie es die Italiener Shores Of Null tun. Eigentlich sollten sie später dran sein, sind aber durch eine Verspätung des eigentlichen Openers Ophis nun an der ersten Stelle gelandet und machen ihre Sache richtig gut.

Dadurch, dass die Songs ihres bisher einzigen Albums „Quiescence“ sehr harmonisch und episch arrangiert sind und auch durch schöne Chorgesänge angereichert werden, fällt es den Zuschauern leicht, sich einfach fallen zu lassen und in den unendlichen Weiten des fließenden Sounds der Italiener zu treiben. Doch dem wird ein Ende gesetzt, sobald ein Break einsetzt, das auch einer Core-Band zur Ehre gereichen würde. Doch das ist nur selten der Fall. Häufiger, aber wohl dosiert eingesetzt, sind die Death-Growls des Gitarristen Raffaele und die Screams des Bassisten Matteo.

Viel wichtiger ist neben der passenden Lightshow und der sehr hymnischen und jederzeit Energie geladenen Atmosphäre ein zwar wuchtiger, aber trotz aller fünf, zwar wortkargen, aber meist mit geschlossenen Augen spielenden Bandmitglieder mit eigenen Mikrofonständern, jederzeit filigraner Gitarrensound, der auch nicht durch zu laute Drums gestört wird.

Dafür gehört der Soundmann ordentlich gelobt. Denn der hat bei dieser Band einen sehr wichtigen Job. Dazu gehört auch, die Gesänge nicht in den Vordergrund zu stellen, sodass der Auftritt zum Gesamtkunstwerk werden kann, welches den Römern übrigens auch auf ihrem Debütalbum gelingt, aus dem genauso wie beim Auftritt das tolle „Quiescent“ herausragt. Doch auch der neue, noch nicht erschienene Song „Donau“ ist den Römern richtig gut gelungen. Eine Band, die jeder Doom-Fan mit Hang zu ausufernder Epik im Auge behalten sollte.

Setlist:

0X0000 (INTRO)
Kings Of Null
Souls Of The Avyss
Night Will Come
Ruins Alive
Quiescent
The Heap Of Meaning
Time Is A Waste Land
Donau
Eudaemonia

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