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Opeth, Long Distance Calling im Konzert (Juni 2009)

Über zwei Stunden Opeth überzeugten das Publikum

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Wenn eine Band auf dem Niveau von Opeth auf Tour geht, erwartet man einiges. Wenn die aktuelle Platte dann auch noch ein derartiges Überalbum wie „Watershed“ geworden ist und als Vorband eine Formation wie Long Distance Calling spielen soll, fällt die Rechtfertigung fürs Verpassen eines der wenigen Deutschlandtermine schwer. Am 1. Juni 2009 machten die Formationen im Münsteraner Skater's Palace halt.

Tatsächlich erscheint die Kombination Opeth / Long Distance Calling auf den ersten Blick etwas abstrus. Die Münsteraner Post Rock-Band hat musikalisch mit den Schweden nur wenig gemein, ihre Musik zündet auf einer ganz anderen Ebene als die von Mikael Åkerfeldt und Co.

Long Distance Calling

Dass das aber keinesfalls ausschließt, dass beide Bands beim Publikum gut ankommen, bewiesen bereits die in großer Zahl anwesenden Zuschauer bei den ersten Klängen des Openers „Sundown Highway“. Der letzte Song des aktuellen Albums „Avoid The Light“ entfachte sofort seine hypnotische Wirkung. Die Stärke der Band liegt definitiv in den genau richtig eingesetzten Spannungsbögen der Songs. Das bewies auch der zweite Track im Set: „Black Paper Planes“ ist eine Spur schwerer, aber sicherlich nicht weniger intensiv.

Während die Band einmal mehr in ihrer Musik zu versinken schien und eine sehr authentische Bühnenshow hinlegte, war auch das Publikum schnell eingenommen. Die instrumentale Musik schien die meisten Besucher im schon fast gänzlich gefüllten Skater’s Palace in ihren Bann zu ziehen. Die Lichtshow tat ihr Übriges, eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Ohne große Umschweife oder Ansagen folgte „Metulsky Curse Revisited“ von der Leech-Split-CD „090208“, die Zeit war schließlich begrenzt.  Bei der Auswahl ihrer Vorbands bewiesen Opeth bisher fast ausnahmslos ein gutes Händchen. Auch diesmal passierte ihnen definitiv kein Fehlgriff.

Doch der „Avoid The Light“-Opener „Apparitions“ an vierter Stelle läutete bereits das Ende des Auftritts der Fünf ein. Der 12-Minuten-Koloss vereint nicht nur die Stärken des neuen Albums, sondern ist auch in Sachen Spannungsaufbau ein echtes Vorzeigewerk. Dass er auch live funktioniert, bewiesen Long Distance Calling einmal mehr und holten sich nach einem gelungen Auftritt ihren wohlverdienten Applaus ab. Auch wenn die Spielzeit von etwa 40 Minuten im Vergleich zu der, die Opeth noch vorlegen würden, sehr gering erschien, bereiteten die Münsteraner die Zuschauerreihen dennoch gut vor.


Setlist:

1. Sundown Highway
2. Black Paper Planes
3. Metulsky Curse Revisited
4. Apparitions

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