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Operation:Mindcrime, I.C.O.N. und Fire & Water im Konzert (Bochum, Dezember 2015)

Leere Hütte beim Konzert des Jahres

Geoff Tate und seine Operation:Mindcrime liefern das Konzert des Jahres ab

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Operation:Mindcrime

Es gibt sie, diese magischen Momente, wo in der Umbaupause die Erwartungshaltung knistert wie nichts, wo schon das Intro „I Remember Now“ für ein Wechselbad der Gefühle sorgt, eine Mischung aus „Reise in die Vergangenheit“ und „emotionaler Ergriffenheit“, aber auch dem Vergleich zwischen Queensryche mit Todd La Torre und eben Operation:Mindcrime mit dem Jahrhundertsänger Geoff Tate. Und wer im Vorfeld auch nur einen Hauch an Zweifel hatte, der wird heute Abend in der Bochumer Matrix eines besseren belehrt: Goeff hat es noch drauf: Zu hundert Prozent Magie, zu hundert Prozent Charisma, zu hundert Prozent Stimme.

Rückblick: Es war Herbst anno 1988, im Oktober, als sich Queensryche – damals als Support für Metallica – vor ein paar Tausend Menschen in der Dortmunder Westfalenhalle 3 oder auch in der Kölner Sporthalle mit dem „Operation: Mindcrime“-Album in die Herzen der Fans spielten – und der Verfasser dieser Zeilen war damals in Dortmund dabei, da könnt ihr euch sicher denken, wie dankbar man nur sein kann, auch diesen Abend nicht verpasst zu haben. So viel mal als persönlicher Einwurf.

Und was sich schon im Vorfeld der Tour breitmachte, wird dann auf der Bühne wahr: das legendäre Album von 1988 wird in seiner vollen Pracht dargeboten. Dabei wird nicht viel herumgefaselt, sondern allein die Musik kommt zu Wort und sorgt so für das Achterbahngefühl. Von Gänsehaut bis Pippi in den Augen ist somit alles dabei. Und über der extrem tighten Darbietung thront halt Goeff im feinen Gewand, liefert sich zu „Suite Sister Mary“ ein Gesangsduett mit Clódagh Kearney von Fire & Water, das sich ganz oben in den Duetten einreiht.

Erst nach der „Operation: Mindcrime“-Phase richtet Meister Geoff das Wort an die Anwesenden: „Wir sind zum ersten Mal heute in Bochum, dabei habe ich schon in so vielen Locations gespielt“, erklärt er und weist auf das neue Album „The Key“ hin und fragt rhetorisch ab, ob es denn in Ordnung sei, wenn er auch ein paar neue Nummern, die sich live überraschend gut ins Gesamtbild einfügen, spielen darf. Nein, dagegen hat heute hier wirklich niemand etwas, zumal alle anschließend mit weiteren Qeensryche-Klassikern belohnt werden.

Zum emotionalen Highlight überhaupt wird es bei der ersten Zugabe „Silent Lucidity“. „Zu dem nächsten Song muss ich ein paar Worte sagen“, so Geoff noch vorher als Einleitung, „denn zu dieser Nummer sind Kinder gezeugt worden, es wurde dazu geheiratet und auch beerdigt“. Und am Ende darf Clódagh sogar noch mit ihrem Saxophon das Operation:Mindcrime-Ende mitgestalten, als Special für alle Anwesenden. Wiederkommen, bitte, auch in den Pott. Ein verbaler Kniefall vor einem genialen Abend.

Setlist:

I Remember Now
Anarchy X
Revolution Calling
Operation: Mindcrime
Speak
Spreading The Disease
The Mission
Suite Sister Mary
The Needle Lies
Electric Requiem
Breaking The Silence
I Don't Believe In Love
Waiting For 22
My Empty Room
Eyes Of A Stranger
Re-Inventing The Future
The Stranger
Burn
Damaged
Take Hold Of The Flame
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Silent Lucidity
The Thin Line
Jet City Woman
Empire

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