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Oomph! & Nervenbeisser im Konzert (Dresden, März 2019)

Oomph! heizen im Kraftwerk ein

Nervenbeisser eröffnen den Abend

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Man mag es kaum glauben, aber mittlerweile sind seit der Gründung von Oomph! tatsächlich schon dreißig Jahre vergangen. Umso erfreulicher dürfte es für die Braunschweiger sein, dass sie Anfang des Jahres mit ihrem 13. Studioalbum „Ritual“ das erste Mal die Pole-Position in den Charts übernehmen durften.

Mit benanntem Album ist man nun quer durch Europa auf Tour und macht einen Halt in Dresden, welches mit stürmischem, nasskaltem Wetter grüßt. Die Auswahl des Clubs mag für einheimische Besucher recht ungewöhnlich erscheinen, ist das Kraftwerk Mitte doch eher für Hip-Hop- oder Dance-Partys bekannt. Letzten Endes muss dies aber nicht weiter interessieren, immerhin ist er ausreichend groß und zudem noch recht nett anzuschauen. Noch angenehmer dürfte der Anblick der großen Zuschauerzahl sein, an der sich vorerst der Support

Nervenbeisser

erfreuen kann. Der NDH/Elektro-Rock-Vierer startet mit „Liebesschmerz“ in sein Programm und muss bei seinem Opener noch mit verhaltenen Reaktionen seitens des Publikums leben. Liebe auf den ersten Blick sieht wohl etwas anders aus, was man allerdings zu Teilen dem vorherrschenden Sound zu verdanken hat; vorn ist es einfach einen Tick zu laut und die hinteren Reihen müssen mit einem furchtbaren Widerhall leben, der über weite Strecken den Auftritt vergällt. Vielleicht mag es daran liegen, dass auf die Frage, ob denn alles gut sei, anfangs nur eine laue Antwort kommt, als man schließlich ein anständiges „Ja“ bekommt, kann es mit „Alles gut“ weitergehen.

Trotz der anfänglich mauen Resonanz wissen Nervenbeisser ihren Einheiz-Job durchaus weiterzuverfolgen, besonders Frontmann Olaf gibt sich recht posenreich und animiert ständig die Zuschauer. Bei „Zeitenwandel“ fruchtet nun endlich die aufgebrachte Energie, die Hände gehen in die Höhe und im Nachgang gibt es gar einen Jubel zu hören. Das nachfolgende „Ein letztes Mal“ hebt sich etwas von dem bisher Dargebrachten ab, eine markante Gitarre und der härtere Anschlag des Songs bereichern zumindest das bisherige Programm.

Mit dem schleppenden „Todesengel“ geht es wieder in den bisherigen Elektro-Rock hinein und selbst wenn man den Enthusiasmus der Band als positiv herausheben muss – die Titel wirken zumeist recht gleichförmig und vorhersehbar. Beim abschließenden „Du gehst“ spendiert der Vierer immerhin noch einen treibenden Instrumentalteil, von dessen Sorte man sich etwas mehr gewünscht hätte, trotzdem insgesamt ein recht guter Auftritt von Nervenbeisser.

Setlist:

Liebesschmerz
Alles Gut
Märchenland
Zeitenwandel
Ein letztes Mal
Todesengel
Du Gehst

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

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