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Onkel Tom, Wortmord, Owerstolz im Konzert (Lünen, Dezember 2011)

Die Lünener Thesen des Reinheitsgebots – „Nunc est bibendum“

Owerstolz reißen nicht wirklich vom Hocker

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Neben den Metal City Festivals etablieren sich nach und nach auch einzelne Shows, bei denen die Organisatoren des MCF ihre Finger im Spiel haben. Kürzlich gab es erst die ausverkaufte Axxis-Show, und mit Onkel Tom ein weiteres, besser als erwartet gut besuchtes Konzert – und gleichzeitig auch ein Wagnis, reist doch ein Urschalker Richtung verbotene Stadt. Das Vorprogramm gestalten neben den lokalen Owerstolz rund um Mitorganisator Matze auch die aus Essen stammenden Wortmord.

Owerstolz

Zwar sind Owerstolz nun schon seit 1997 dabei (damals auch in anderer Besetzung), doch in den Fokus von The-Pit.de sind sie erst beim Rock im Loch 2011 gelandet. Dort haben sie einen eher zwiespältigen Eindruck hinterlassen – saft- und kraftlos auf der Bühne, was allerdings auch daran gelegen haben mag, dass man sich zur Mittagszeit für eine Handvoll Publikum nur schwer motivieren kann.

Und auch im Lünener Lükaz können sie an diesem Abend nicht wirklich alle Zweifel hinwegfegen. Zwar ist der Club schon richtig gut auch beim Opener gefüllt und viele Fans der Truppe haben sich ebenfalls eingefunden, doch diese denken nur mit vielen Abstrichen daran, die Combo zu unterstützen – ein herzliches Willkommen sieht einfach anders aus. Nun hätten Owerstolz mit ihrem Deutsch-Punk-Rock die Hütte in Brand stecken können, doch auch hier passiert nicht wirklich viel, lediglich die beiden Gitarristen Mölle und Sven sorgen für ein bisschen Bewegung auf der Bühne. Frontmann Cöppi wird leider selten der Rolle eines Anheizers gerecht und ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, während Bassist Matze mit einem Aktionsradius eines DIN A3-Blattes glänzt – die Songs sauber durchspielen reicht einfach nicht.

Dabei haben Owerstolz einiges in petto, was sie durchaus für sich verbuchen können – „etwas fürs Herz“, als sie „Träumerland“ anstimmen, denn Männer mit Gefühlen kommen doch immer an, Flaschenbier für die Fans für „Ein Lächeln bitte“ und jede Menge Punk Rock irgendwo zwischen Lokalpatriotismus, den Toten Hosen und den unsäglichen Onkelz. Im Lükaz wird zumindest deutlich, dass sich Owerstolz in einem Club wohler fühlen als auf der Open-Air-Bühne und richtige Sympathiepunkte können sie sich mit einem „Wir sind keine Nazis, auch wenn wir vielleicht so aussehen“ einsammeln – nur die Zustimmung des Publikums zu „Nazis raus“ war einfach zu mau – mehr Standing also bitte beim nächsten Mal.

Ohne einen wirklich großen Höhepunkt punkrocken sich also Overstolz durch ihre Spielzeit, wirken im Fazit souveräner als noch beim Rock im Loch und können sich zwar insofern auf ihre Fans verlassen, die anwesend waren, doch der gegenseitige Funken für ein Feuerwerk bleibt aus.

Setlist:

  •  Ruhrpott
  • Ein Lächeln bitte
  • Träumerland
  • Staub in der Ewigkeit
  • Last Skin
  • Nazis raus
  • Dicker deutscher Mann
  • Bewahr mich
  • Herr Schutzmann
  • Bisses dunkel wird
  • Tattoowieren 
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