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One Fine Day, Royal Republic, Donots im Konzert (Heidelberg, Oktober 2010)

Trotz studentisch angehauchtem Publikum ging ordentlich die Post ab

Pornorös: Royal Republic staubten sogar Unterwäsche ab!

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Dass man für einen Gästelisten-Platz zahlen muss, gibt es auch nicht alle Tage: Drei Ocken pro Person soll man berappen. Als Spende. Die Bands hätten darum gebeten. Da wollen wir mal nicht so sein. Vielleicht steht es um die Musikindustrie doch (noch) schlechter, als wir bisher alle angenommen hatten? Am ausbleibenden Ticketverkauf kann es jedenfalls nicht liegen, denn bereits eine halbe Stunde vor Beginn ist die Halle voll, was aber auch an den gefühlten minus zehn Grad Außentemperatur liegen kann. Obwohl: Die Donots sind nun keine unbekannte Schülercombo. Mit mittlerweile acht Studioalben und dreizehn Jahren Bandgeschichte haben die Ibbenbürener Punkrocker schon einen beachtlichen Backkatalog in der Tasche. Der heutige Abend steht namentlich unter dem Banner der aktuellen Scheibe „The Long Way Home“, die es bereits seit März 2010 käuflich zu erwerben gibt. Mit von der Partie sind heuer die Hamburger One Fine Day und unsere schwedischen Spezis von Royal Republic – Spaß ist also garantiert.

One Fine Day

Das ist doch eine feine Ausnahme von der Regel: Statt die Fans ewig im eigenen Saft schmoren zu lassen, stürmen die fünf Jungs von One Fine Day ganze fünf Minuten vor der angegebenen Zeit euphorisch die Bühne. Die Sympathien haben die Schnuckel – verzeiht den Bravo-Jargon, aber das Quintett sieht wirklich zu drollig aus – direkt auf ihrer Seite, sind doch zu Beginn fast nur Mädels im Publikum; die dazugehörigen Freunde haben sich augenscheinlich noch reichlich desinteressiert an den Rand zurückgezogen und warten auf die natürlich viel cooleren Donots. Das macht aber gar nichts: Binnen Sekunden zieht sich das Trommelfell verschreckt ins Innenohr zurück und der Magen macht eine verwirrte Rolle rückwärts – die Bassdrum wummert mörderisch laut, bläst den Staub aus den Hosenaufschlägen und lässt selbst ganz hinten an der Bar Hemdsärmel als auch eventuell vorhandene Gesichtsbehaarung flattern - meine Fresse! Der (über)mächtige Sound kommt dem poppig angehauchten Rock der Combo zugute: Schon beim Opener herrscht für Vorband-Verhältnisse erstaunlich viel Bewegung im Publikum. Dabei scheint Sänger Martin die Stadt Heidelberg fast genauso gern zu haben wie seine eigene Band – beide Namen werden nämlich im Verlauf der nächsten halben Stunde fast inflationär gebraucht. Immerhin: Der Mann weiß, wo er sich befindet und zu welcher Band er gehört. Das kann man beim mir unbekannten Zweigitarristen allerdings auch vermuten – der beweist nämlich wahre Bobtail-Mentalität: Nichts sehen vor lauter Haaren, aber trotzdem Spaß haben. Zumal der Junge einen recht innovativen Tanzstil pflegt. Auf jeden Fall ist es eine wahre Freude, den Typen auf der Bühne zuzuschauen: „My Heart Is On Fire“ wird abgefeiert wie bei einer „großen“ Band, Grinsekatze Martin muss nicht einmal großartige Koversation betreiben, um die Leute zum Klatschen zu bringen und bei „Damn Right“ wird aus einer Circle-Polonaise ganz schnell der erste Circle Pit des noch jungen Abends. Dass die Combo da einheitlich mit breitem Grinsen auf den Brettern steht, ist kein Wunder und es sei ihnen gegönnt – so etwas nennt man wohl einen gelungene Einstand und eine super Einleitung für diesen Abend!

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