Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Of Mice And Men, The Amity Affliction, Volumes im Konzert (Amsterdam, März 2015)

Metalcore des allerhöchsten Niveaus - und das den gesamten Abend lang!

Ging zwischen den beiden aktiven Shoutern fast ein wenig unter: Gitarrist Diego Farias

Zum Thema

Wem in der Amsterdamer Umgebung der Sinn nach guter, alternativer beziehungsweise harter Musik steht, für den ist die Kultlocation „Melkweg“ eine der ersten Anlaufpunkte. Im Herzen der Stadt gelegen, treffen sich hier seit Jahren Rocker, Metaller und was es da sonst noch so gibt, um all die Bands zu sehen, die zwar keine Stadien füllen, aber dennoch eine große Fanbasis haben. An diesem Abend bietet das Programm Volumes, The Amity Affliction und Of Mice And Men, von denen zumindest die beiden letzteren nun wirklich keine Unbekannten mehr sind. Ein viel versprechendes Lineup also, bleibt nur die Frage, wer denn heute den besten Eindruck hinterlässt.

Volumes

Den Anfang machen die Amerikaner von Volumes, die zwar leicht verspätet beginnen, sich dafür aber von der ersten Sekunde an extrem aktiv und spielfreudig präsentieren. Musikalisch bietet das Quintett dabei einen brachialen Mix aus Hardcore, Metalcore und teilweise leicht progressiven Elementen. Zumindest live dominieren allerdings größtenteils die beiden erstgenannten Genres, so dass das relativ junge Amsterdamer Publikum von Beginn an mit einem ziemlich brachialen Sound konfrontiert wird. Nicht einer, sondern gleich zwei Shouter, die sich konstant abwechseln und wie wild über die Bühne springen, halten dabei die Intensität hoch.

Den Anfang der Show übernehmen die Musiker direkt von ihrem Album, das Mitte letzten Jahren erschienen ist und auf dem sich die ersten drei Tracks in genau der Reihenfolge finden, in der das Quintett sie live präsentiert. Während der Opener der Show mit seinen teils komplexen Rhythmen trotz bereits deutlich hervortretender Aggression noch für leichte Verwirrung sorgt, wird beim darauf folgenden „91367“ dann endgültig die Abrissbirne ausgepackt. Dem Publikum gefällt es auf jeden Fall. Statt der oft gerade zu Beginn zu beobachtenden Zurückhaltung, sind die Fans von Anfang an gut dabei. Natürlich profitieren die Amerikaner dabei davon, dass niemand in den vorderen Reihen bereit ist, seinen mühsam erkämpften Platz auch nur kurzzeitig aufzugeben. Einige Die-Hard-Fans waren bereits Stunden vor Konzertbeginn vor Ort, um sicherzustellen, dass sie den Headliner des Abends dann auch wirklich aus nächster Nähe sehen. Nichts desto trotz muss man besagte Fans dann trotzdem erst einmal für sich begeistern, was Volumes allerdings problemlos gelingt. Neben der Musik kommt dem Quintett dabei der Umstand zugute, dass sich die beiden Fronter aufs Beste darauf verstehen, mit dem Publikum zu interagieren. Stetig wird animiert und bei Gelegenheit sogar nach Feuerzeugen/Smartphones verlangt. Ein artiges Dankeschön gibt es natürlich auch und in bester stereotypischer Touristenmanier hat ein Thema es den fünf Amerikanern besonders angetan: Das grüne Gold von Amsterdam.

Das musste aber anscheinend bis nach der Show warten, denn von Gelassenheit ist auf der Bühne absolut nichts zu spüren und bis zum abschließenden Bandklassiker „Wormholes“ haben die Amis ihr Talent dementsprechend dann auch mehr als nur aufblitzen lassen. Zwei Shouter, ein brachialer Sound und der gelungene Mix verschiedener Genreelemente kommen extrem gut an, wirken frisch und haben definitiv Potenzial für mehr als nur einen schlichten Supportact.

Setlist:

The Mixture
91367
Erased
Neon Eyes
Pistol Play
Vahle
Wormholes

Seite
comments powered by Disqus

„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“