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Obscura, Spawn Of Possession, Gorod, Exivious im Konzert (Köln, April 2012)

Ein Abend voll harter komplexer Musik sowie einer Menge Blödsinn

Aushilfsgitarrist Danny Tunker behauptete er könne "Lash By Lash" blind spielen und bekam die Augen verbunden

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Spawn Of Possession

Deutlich brutaler und direkter, aber keinesfalls weniger technisch versiert gehen Spawn Of Possession aus Schweden zur Sache, die ja erst letzten Monat ihr neues Hassbrett "Incurso" veröffentlicht haben, das mit seinen vielschichtigen und oft überwältigenden Songs auf äußerst positive Resonanz in der Szene stieß. Passend dazu haben sich die fünf nun Obscura angeschlossen, um das neue Material der hungrigen Meute in ganz Europa zu präsentieren.

In den letzten Jahren hat sich viel im Band-Lineup getan, um nicht zu sagen: bis auf das einzig verbliebene Gründungsmitglied Jonas Bryssling hat die Besetzung einen kompletten Wechsel erfahren. Am Tiefsaiter steht seit geraumer Zeit Erlend Caspersen und die Positionen am Drumset und am Mikro nehmen seit 2010 Trommler Henrik Schönström und Frontmann Dennis Röndum ein. Seit 2009 spielt außerdem auch Christian Muenzner bei der Truppe, allerdings hat sich dieser zuvor Muskelprobleme an seiner linken Hand zugezogen (Diagnose: fokale Dystonie) und wird daher durch Danny Tunker (God Dethroned, Prostitute Disfigurement) ersetzt, um während der Tour erstmal "nur" mit Oscura zu spielen. Der Ersatz steht Christian aber in keiner Weise nach und komplettiert so gekonnt den schwedischen Fünfer, ohne aus der Reihe zu fallen.

Nicht zuletzt aufgrund der vielen Besetzungswechsel wirkt die Band deswegen zwar teilweise wie in ihrer Anfangsphase, dennoch wird stark und selbstsicher aufgetreten und mit Hassbolzen wie "Swarm of the Formless" oder "Dead & Grotesque" gehörig die Bühne auseinandergenommen. Die Devise lautet dabei im Gegensatz zu den Vorgängern viel eher Konzentration, was natürlich nicht verwunderlich ist bei dem flotten Tempo, dass die Schweden hier an den Tag legen. Wie auch die anderen Bands kommen Spawn Of Possession gut beim Publikum an und auch wenn die Truppe jetzt nicht fanatisch mit Beifall überschüttet wird, so wird doch herzhaft applaudiert.

Trotz der brutalen Mucke steht auch wieder eine Portion Spaß an der Tagesordnung. Gegen Ende der Setlist wird Aushilfsgitarrist Danny Tunker aufgrund seiner Aussage, er könne "Lash By Lash" blind spielen, kurzerhand eine Augenbinde angelegt, die er über den gesamten Song anbehält. Unfassbar, dass das der Bühnenperformance nicht das Geringste ausmacht, denn Tunker hält sein Wort und meistert jedes Riff, dabei ist er doch nicht mal festes Mitglied der Band. Anschließend beim letzten Track "Church Of Deviance" wird Gorod-Frontmann auf die Bühne geholt, um zusammen mit Spawn Of Possession nochmal richtig auf die Kacke zu hauen. Bassist Erlend Caspersen bekommt währenddessen eine alberne pinke Afro-Perücke aufgesetzt. Das Publikum kommt zudem zum ersten Mal richtig in Fahrt. Dieses Duett der beiden Sänger scheint die Zuschauer zu ein wenig Bewegung zu animieren und angesichts der bald auftretenden Headliner wird so schließlich ordentlich zu Spawn Of Possession gefeiert.

Setlist

1. Swarm Of The Formless
2. Hidden In Flesh
3. Where Angels Go Demons Follow
4. Spawn Of Possession
5. Dead & Grotesque
6. Lash By Lash
7. Church Of Deviance

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