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Obituary, Persefone, End Of Days im Konzert (Essen, März 2010)

Obituary sind live immer wieder ein Genuss
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Obituary

Die Florida Boys holzten gleich mit dem Opener „List Of Dead“, gleichzeitig auch Opener der aktuellen CD, los. Eine dichte Menschentraube schob sich gegen die Bühnenkante, die Haare flogen, und schon bald war auch der erste Crowdsurfer unterwegs. Das Turock war für einen Wochentag gut gefüllt, aber ausverkauft war der Club noch lange nicht. Die ersten Takte machten klar, dass heute nur eine Band zu den wirklichen Gewinnern zählen konnte, denn Obituary hatten mit ihren Old School-Walzen das Publikum fest im Griff. Dabei wirkte die feiernde Meute recht zahm. Natürlich wurde gepogt bis der Arzt kommt, und auch so manche Blessur dürfte als Trophäe noch tagelang als ein triumphal leuchtender Beweis auf der Epidermis sein Dasein fristen können. Doch im direkten Vergleich mit der Show in Bad Oeynhausen im Juli 2009 war dieses Gedränge mehr Azubi denn anständig ausrastende Meister.

Obituary haben mit der Zeit wohl ein regelrechtes Luxusproblem: Beim Erstellen der Setlist müssen neben den neuen Tracks auch die letzten Scheiben berücksichtigt werden, und die Old School-Hämmer aus der Anfangszeit dürfen ebenfalls nicht fehlen. So kommt es dann, dass mit „Chopped In Half/Turned Inside Out“ zwei Songs wie schon in der Vergangenheit auch ineinanderfließend zur Unterhaltung beitragen mussten. Doch die Klippen der Vergangenheit wurden richtig gut umschifft, und der nun nicht mehr ganz so neue Gitarrist Ralph pfefferte auch die Gassenhauer der Frühzeit mit ordentlich Schmackes durch den Club.

Richtig fett kam auch die Coverversion von Celtic Frosts „Dethroned Emperor“. Ständig wechselten Floridas Finest zwischen Gegenwart und Vergangenheit, und alles hörte sich wie aus einem Guß an. Gar nicht schleichend sorgte „Slow Death“ für das Ende des regulären Teils, und das schon nach einer knappen Stunde. Klaro, da musste doch da noch etwas kommen. Oder nicht? Natürlich, Obituary mussten, selbst wenn sie nicht mehr hätten wollen, die Bandhymne schlechthin, „Slowly We Rot“, spielen, ansonsten drohte ein ausgewachsener Aufstand. Und mit einer alles zermalmenden Version eben dieses Überliedes endete eine intensive Show, die natürlich viel zu kurz war, die aber beim Blick in die Gesichter für extrem viel Entzücken sorgte.

Setlist:

List Of Dead
Blood To Give
On The Floor
Face Your God
Chopped In Half/ Turned Inside Out
Dying
Threatening Skies
Dethroned Emperor
The End Complete
Final Thoughts
Forces Realign
Contrast The Dead
Slow Death
--------------------------
Evil ways
Slowly We Rot

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