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Obituary, Macabre, Psycroptic, The Amenta im Konzert (Essen, Dezember 2012)

Die wohl entspannteste Death-Metal-Walze zum gepflegten Headbangen aus dem Hause Obi

The Amenta sind die Überraschung des Abends

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Es ist zwar erst ein gutes halbes Jahr her, dass sich Obituary im Essener Turock haben blicken lassen, doch mit dem angekündigten Classic Set sowie der weiterhin ungebrochen freudigen Fanerwartung kann man auch gerne nochmals wiederkommen. Aber auch das restliche Abendprogramm scheint einen harmonischen Metzgerabend zu versprechen.

The Amenta

Erstaunliche Momente tun sich da im Turock auf: Viele Metalheads, die durchaus mit den härtesten der härtesten Bands bewandert sind, kennen den Opener des Abends nicht. Dabei besteht die Aussietruppe schon seit zehn Jahren und hat neben zwei Longplayern auch drei EPs veröffentlicht. Dazu kommt auch noch, dass sie im Juli 2011 schon für einige wenige Shows hier in Deutschland gastierten. Gut, das aktuelle Album hat jetzt auch schon wieder vier Lenze hinter sich, was aber nach der Show nur noch als billige Ausrede herhalten kann.

The Amenta, davon ist hier die Rede, ballern einen fiesen Death-Metal-Bastard vor den Latz, dass man sich nur die vereiterten Krumen aus den Augenwinkeln knibbeln kann. Nicht unerheblich ist, dass auch der künstliche Verschmutzungsgrad des Quintetts, was gerade bei Frontmann Cain, vor allem, wenn er auch noch die Augen so verdreht, dass nur Weißes zu sehen ist, fies diabolisch herüberkommt – nicht nur musikalisch over the top, sondern auch von der Performance her sind sie einfach nur verrückt – dass dürfte dann auch nicht dem Century-Media-Vertreter entgangen sein.

Die kurze Spielzeit kann natürlich nur marginal Spuren hinterlassen, die sind dann aber bei vielen mit Erstaunen so tief eingeritzt, dass so manche „Sind-die-geil-Narben“ bleiben werden. Ein schon zu Beginn gut gefüllter Club macht sich für einen Donnerstagabend gar nicht schlecht und spätestens nach „Sekem“ vom 2004er „Occasus“-Album sind dann auch die ersten Headbanger mit von der Partie. Mit Applaus halten sich zwar die meisten noch dezent zurück, aber das Ausrufezeichen, welches The Amenta von Anfang an hinterlassen, ist deutlich präsent. „Essen, ich will euch schreien hören“, meint Cain schon im Überschwang seiner Gefühle, und tatsächlich, die ersten Fans lassen ihre Kehlen erzittern und ganz nebenbei wuppen auch die ersten Pommesgabeln nach oben.

„Wir kommen nächstes Jahr wieder“, lässt Cain den australischen Derwisch aus dem Sack – mit Sicherheit werden dann die meisten Anwesenden viel besser vorbereitet sein. So gilt nicht „Thank you, Essen“, sondern „Thank you, The Amenta“.

Setlist:

  • Junky
  • Sekem
  • Mictlan
  • Vermin
  • Erebus
  • Dirt
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