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Obituary, Exodus, Prong & King Parrot im Konzert (Essen, November 2016)

Battle of the Bays im Turock

Turock Time, vielleicht erst ein bisschen überraschend, aber bei diesem Package in barrierefreier Umgebung darf sich der Fan dann einfach nur freuen, und das aus mehreren Gründen: Zum einen, dass der Abend nicht ausfällt, war doch ursprünglich das FZW in Dortmund als Location auserkoren, zum anderen findet heute zur Belohnung eine Verlosung statt, denn jeder Shirt-Käufer bekommt gleich auch ein Los in die Hand gedrückt und wird von Obituary mit einem schönen Geschenk belohnt. Gut gefüllt, sodass man sich noch bewegen kann, nicht ganz ausverkauft, da passt auch die Bilanz des Abends, wo alle Beteiligten Mucker Turock-Peter sichtbar dankbar sind, dass heute hier gespielt werden kann.

Leider aber auch gut 20 Minuten eher als geplant, sodass King Parrot kurz nach Toreröffnung auf der Bühne stehen, weswegen hier nur ein paar Bilder vom Auftritt zeugen – das Auftrittsergebnis ist aber eher durchwachsen, das Gros der Anwesenden ist zu mehr als Höflichkeitsapplaus nicht zu bewegen – zu asig, zu arschblank, zu feucht, was die Australier auf derber Thrash- und Grindschiene zu bieten haben.

Prong

Anschließend bei Prong sieht die Stimmungslage dann deutlich positiver aus – auf der Bühne und auch davor. Wirklich schlechte Gigs hat man von diesem Trio wohl noch nie gesehen, doch immer wieder drängte sich der Eindruck auf, dass die New Yorker sich erst wirklich ins Zeug legen, wenn das Publikum auch auf Mitmachen gepolt ist.

Da passt es ja endlich auch, dass sich das Line-Up innerhalb der letzten zwei Jahre scheinbar stabilisiert hat, auch wenn Bassist Arturo eher zurückhaltend auf der rechten Bühnenseite agiert, den wenigen Platz – schließlich sind die Drums auch noch vor denen von Obituary und Exodus aufgebaut – Bandkopf Victor überlassend, der sich aber auch eher selten vor das Drumset quetscht und es bevorzugt, auf seiner Seite weiterhin zu beweisen, dass diese Truppe keinen zweiten Gitarristen braucht, nebenbei den einen oder anderen Sprung einbaut und dabei noch weniger steif als vor ein paar Jahren daherkommt.

Am meisten dürfte aber heute Drummer Jason beeindrucken, der so heftig seine Felle verkloppt, dass mitten in dem nicht auf der Setlist aufgeführten „Lost And Found“ die Snare ausgewechselt werden muss. Von Schonung kann aber auch anschließend keine Rede sein, voll Karacho, so wohl das Motto.

Leider sitzt erst einmal der Soundtechniker auf seinen Ohren, erst ab der Mitte des Sets bessert sich das deutlich, die Ansagen kann man aber weitestgehend nur erahnen, da ist das herzliche Willkommen nach „Eternal Heat“ noch am deutlichsten zu vernehmen. Klar, das neue Album „X – No Absolutes“ vom Februar soll natürlich vorgestellt werden, erwartungsgemäß giert die Meute aber nach Knallern der Marke „Unconditional“, „Whose Fist Is This Anyway?“ oder auch „Snap Your Fingers...“ - die Fanseele kocht, Powerfaustalarm gerade bei zuletzt genanntem Beispiel. Runde Sache allemal.

Setlist:

Eternal Heat
For Dear Life
Lost And Found
Unconditional
Ultimate Authority
Turnover
Cut And Dry
Another Worldly Device
Whose Fist Is This Anyway?
Snap Your Fingers, Snap Your Neck
Sense Of Erase

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