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Obituary, Dust Bolt im Konzert (Turock, Juni 2012)

Obituary verwandeln das Essener Turock in eine Sauna

John Tardy ist noch immer gut bei Stimme

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Obituary

Sind die Florida Deather Obituary auf dem Trip der Bolt Throwers? Sei drei Jahren haben sie kein neues Material am Start, aber die Touren schienen jedes Jahr wieder ein Stückchen erfolgreicher zu werden – es ist ja auch nicht schlecht, bei den ganzen Festivals die eine oder andere Club-Show dazwischenzupacken, doch „Sold Out“ in Siegen, ein überraschend gut besuchtes Turock an einem Donnerstagabend und zwei Tage später eine geplante Show in Aachen – alles nicht wirklich weit auseinander.

Überraschung Nummer zwei – zumindest für viele Fans: Gitarrist Ralph Santolla ist nicht dabei, somit sind Obituary lediglich als Quartett unterwegs, was die Songs insofern anders klingen lässt, weil Ralphs Soli fehlen – leider hat er ein ausgewachsenes Alkoholproblem und würde eine Tour nicht durchstehen – The-Pit.de wünscht ihm alles Gute beim Kampf gegen die eigenen Dämonen. Und die dritte Überraschung kurz vor Showbeginn: Obituary spielen über 100 Minuten – dachten zumindest alle, eingehalten haben sie es nicht, auch wenn sie gute 75 Minuten auf der Bühne stehen und so schon ein bisschen mehr als noch bei der letzten Tour auf die Bühne bringen.

Dass aber die Songs auch so knallen, wird schon beim ersten Riff klar, als Trevor die Klampfe in Schwingung bringt. Es dauert nicht lange, da zündet der Moshpit ein aggressives Feuerwerk, leider werden aber auch unbeteiligte Personen mit hineingezogen/-sogen – so landet eine Frau unfreiwillig rücklings auf dem Boden und stößt hart mit dem Hinterkopf gegen die Backstage-Absperrung – schade eigentlich, dass die Security daneben steht und nicht eingreift, hätte doch hier eine ernsthafte Verletzung vorliegen können.

Bis auf dem Moshpit ist das Publikum aber eher auf Headbangen eingestellt – es sind nicht wenige, die die langen Matten durch das Gesicht des Nachbarn peitschen und stellenweise so für erhöhten Tränenfluss sorgen. Fists of Steel, die berühmten Pommesgabeln, ein Stagediver, ansonsten eher freudvolles Kopfschütteln – Obituary müssen nicht viel machen, als einfach nur ihre Songs herauszuhauen. Celtic Frost wird gewünscht und auch unfassbar gut gespielt, allein der Gitarrensound sorgt einmal mehr bei dieser Band für Gänsepelle.

Ansagen? Tendenz geht eher gegen Null, John Tardy nuschelt sich ein „grummel grummel Death Metal“ zurecht, das war es dann auch schon, die Pausen wurden lieber dafür genutzt, um sich den Schweiß vom Körper zu wischen, denn mit andauernder Spieldauer wandelt sich das Turock immer mehr zur Sauna.

Donald leitet die Zugabe mit einem Schlagzeugsolo ein – die Fans feiern; stilgerecht und wie eh und je bildet „Slowly We Rot“ nicht nur das Motto des Lebens, sondern auch den Rausschmeißer des Abends – die Fans feiern. Da fällt es nur wenig ins Gewicht, dass sich die Jungs von Obituary etwas früher von der Bühne verabschieden als gedacht, sie mischen sich einfach unter die Fans und stehen für Autogramme und weitere persönliche Andenken parat: eine Death-Metal-Band zum Anfassen, noch immer einfach nur gut und hautnah - danke Turock, danke Obi.

Setlist:

  • Redneck Stomp
  • On the Floor
  • Internal Bleeding
  • List of Dead
  • Blood to Give
  • Chopped in Half
  • Turned Inside Out
  • Dying
  • Threatening Skies
  • By the Light
  • Find the Arise
  • Dethroned Emperor (Celtic Frost cover)
  • The End Complete
  • Slow Death
  • ------------
  • Drum Solo
  • 'Til Death
  • Evil Ways
  • Slowly We Rot
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