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Nord Open Air 2012

Gelungenes kostenloses Festival mit erstklassigem Sound!

Bei Agnostic Front scheiden sich die Geister

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Agnostic Front

Noch bevor die Headliner des Freitags auf der Bühne stehen, muss das Nord Open Air die Eingänge zum Viehofer Platz dicht machen, da es wie erwartet zum letzten Act des Abends einfach zu voll geworden ist. Während sich vor dem Zaun die Fans stauen und versuchen einen Blick auf die Band zu erhaschen, erheben sich drinnen die Fäuste zur Ankuft der Harcore-Veteranen von Agnostic Front, die direkt loslegen mit "Victim In Pain", dem Opener ihres gleichnahmigen Debütalbums aus dem Jahr 1984. Keine Frage, die Band hat ihr Genre maßgebend mitgeprägt, ist aber heute leider nur noch ein Schatten ihrerselbst. Wer mit der ganzen NYHC-Szene schon von vornherein nichts anfangen konnte, der wird auch heute keinen Gefallen daran finden.

So ist es, während es für die meisten Besucher das Highlight des Abends ist, für manch anderen einfach nur stinklangweilig. For allem die alberne New-York-Hardcore-Attitüde geht einem ziemlich auf den Zeiger. Ständig hüpft Fronter Roger Miret wie ein Hampelmann von links nach rechts, klopft sich auf die Brust und brüllt "New York!". Wir haben's verstanden. Man kann aber keinesfalls negieren, dass eine Wahnsinns-Atmosphäre im Publikum aufkommt. Auf dem Gelände wird enthusiastisch gefeiert, gemosht und gestagedived - die Stimmung ist also am Kochen. Und da es auf einer Hardcore-Show natürlich nicht fehlen darf, dass der Sänger sich direkt vors Publikum stürzt und den Fans seine Texte unmittelbar ins Gesicht brüllt, gesellt sich Roger passenderweise bei "For My Family" zu den glücklichen Anhängern in der ersten Reihen, die genau so wie der Rest der Menge fröhlich mitgrölen.

Eifrige Sprechchöre werden vor allem zum Oldschool-Song "Gotta Go" deutlich, bei dem selbst abseits der Festivalarea die Fans vorm Zaun stehen und "Gotta gotta gotta go!" brüllen. Die Amis sorgen für ordentlich Radau auf der Bühne sowie im Publikum und während auch so manch einer das Weite sucht und lieber auf den zweiten Festivaltag mit Thrash, Death und Heavy Metal wartet, feiert doch fast das gesamte Nord Open Air mit. Wie so viele Bands an diesem ersten Festivaltag zuvor, packen auch Agnostic Front schließlich noch einen Coversong aus, nämlich keinen geringeren als den Punk-Rock-Klassiker "Blitzkrieg Bop" von dem Ramones. Schade nur, dass es nicht ansatzweise so gut klingt, wie das Original aus den Siebzigern.

Setlist:

  • 1. Victim In Pain
  • 2. The Eliminator
  • 3. Dead to Me
  • 4. For My Family
  • 5. Friend Or Foe
  • 6. United Blood
  • 7. All Is Not Forgotten
  • 8. Peace
  • 9. Crucified
  • 10. That's Life
  • 11. Gotta Go
  • 12. Riot, Riot, Upstart
  • 13. Take Me Back
  • 14. A Mi Manera
  • 15. Addiction
  • 16. Blitzkrieg Bop (The Ramones-Cover)
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