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Nord Open Air 2012

Gelungenes kostenloses Festival mit erstklassigem Sound!

Plumpen Hardcore gibt es mit The Mongoloids

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The Mongoloids

Spätestens bei The Mongoloids wird wieder die starke Hardcore-Präsenz an diesem Tag deutlich, indem sich mehr und mehr gepiercte Gestalten mit Käppi und metergroßen Ohrlöchern vor der Bühne ansammeln. Die fünf Straight Edger kommen aus den Staaten, genau genommen aus New Jersey, und somit nicht weit entfernt von der Heimadtstadt New York der Hardcore-Veteranen Agnostic Front, die an diesem Abend übrigens als Headliner den Viehofer Platz beschallen werden. Mit derselbigen Band ist die Truppe gerade auch auf Europa-Tournee, was ihnen wohl zum Auftritt auf dem Nord Open Air verholfen hat. Musikalisch passen beide zumindest ins Programm, denn auch The Mongoloids spielen Hardcore.

Die Musik gestaltet sich allerdings ähnlich langweilig. Viele Besucher, die zuvor noch die rockigen Klänge der Vorbands genossen haben, sehen das ähnlich und suchen flugs das Weite und verdrücken sich. Es wird ein wenig leerer, was vor der Absperrung ein kleines Loch hinterlässt, in dem die motivierten Hardcore-Kids auch gleich anfangen mit ihrem Hardcore-Invisible-Ninja-Fighting, worüber einige der verbliebenen Festivalbesucher auch ihren Unmut äußern. Es ist völlig in Ordnung zu moshen oder sich im Circlepit auszutoben, aber dass jemand einen direkten Tritt in den Rücken bekommt ohne anschließende Entschuldigung, nur weil sich jemand bei seinem lächerlichen Getanze nicht im Zaum halten kann, das ist einfach fehl am Platz. Nun ja, was soll man machen, der heutige Tag ist nunmal schlicht und ergreifend auf Hardcore ausgelegt und da muss man wohl mit sowas rechnen.

Und als hätte Zeus persönlich das Spektakel unten auf dem Viehofer Platz aufmerksam beobachtet, fängt es an zu regnen, worauf noch ein paar Leute mehr verschwinden, was die hartgesottenen Hardcore-Fans jedoch nicht davon abhalten kann, munter weiterzufuchteln. Das kleiner werdende Publikum sieht Fronter Greg als offenkundigen Aufruf, kurzerhand vor die Bühne zu springen und von dort an im Fotograben und auf den Wellenbrechern weiterzumachen. Die Fans scheint's zu freuen. Auf der Bünhe sowie vor der Bühne wird getobt und geistreiche Songs wie "Mongo Stomp" gefeiert.

Nach einer guten halben Stunde ist das Ganze glücklicherweise auch schon wieder fast vorbei und wie auf die Sekunde scheint sich auch der Himmel langsam wieder aufzuklaren. Kurz vor Schluss werden dann noch mal die ersten paar Minuten von "South Of Heaven" angestimmt, was das Straight-Edge-Quintett allerdings alles andere als drauf hat. Was maßen die sich an, so eine klassische Slayer-Hymne zu verhunzen? Schnell runter von der Bühne und nochmal den Thrash Metal studieren. Setzen, sechs!

Setlist:

  • 1. Stranded
  • 2. Troubled Waters
  • 3. True Colors
  • 4. New Beginnings
  • 5. Mongo Stomp
  • 6. Withdrawn (Revisited)
  • 7. Situated Chaos
  • 8. I Desire Not
  • 9. Fading Away
  • 10. Alive  And Well
  • 11. South Of Heaven 
  • 12. River Runs Red (Life Of Agony-Cover)
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