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Nord Open Air 2012

Gelungenes kostenloses Festival mit erstklassigem Sound!

Gelungener Abschluss mit Sodom; Bernemann hat sichlich Spaß

Zum Thema

Sodom

Langsam neigt sich auch der Samstag dem Ende zu und wie auch schon am Abend zuvor müssen die Eingänge dicht gemacht werden, da es einfach zu voll wird auf dem Festivalgelände. Dieses Mal ist es wegen Sodom, dem Thrash-Metal-Urgestein aus dem Ruhrpott, welches ganz nebenbei dieses Jahr auch noch ihr 30 jähriges Jubiläum zelebriert. Grund genug also, auf dem Nord Open Air ordentlich die Sau rauszulassen. Das haben sich der gute Herr Angelripper und seine beiden Mitstreiter wohl auch gedacht, denn das, was das Trio hier heute von der Leine lässt, ist von allererster Kajüte.

Kaum werden die ersten Stücke "Sodomy And Lust" und "In War And Pieces" gespielt, hört man nur noch "Alter Schwede!" oder "Ist das geil!". Das Publikum tobt jetzt schon und bricht in "Sodom!"-Rufe aus. Tom scheint sich darüber zu freuen und drückt direkt auch mal seine Verbundenheit zum heimischen Essen und der Szene im Ruhrpott aus: "Es ist so schön, wieder in der Heimat zu spielen! Wir machen jetzt ne richtig schöne Party und dieses Mal, ganz ehrlich, nach diesem Stündchen hier gehen wir alle rüber ins Café und saufen uns einen, ok?" Es folgt lautstarker Zuspruch.

Der mittlerweile die 50er anschneidende Onkel Tom mag ja mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel haben und zugegebenermaßen gab es in der jüngsten Vergangenheit so manch schwachen Auftritt, bei dem man denken könnte, den dreien wäre der Saft ausgegangen. Doch dem ist noch längst nicht so. Der neue Drummer Makka hat sich derweil recht gut in die Band eingelebt, der Engelschlitzer malträtiert seinen Viersaiter und bringt seine markante, sägende Stimme beinahe so authentisch raus wie in den 80ern, während Bernemann einfach nur ein Ass an der Gitarre ist. Dazu hat er auch noch sichtlich Spaß an der Sache, grinst die ganze Zeit und harmoniert wunderbar mit den Fans. Sodom haben zu alter Stärke zurückgefunden und das 30jährige Jubiläum wird angemessen gefeiert.

Passenderweise hat man dazu ganz tief in der Trickkiste gekramt und ein paar Old-School-Kracher ausgegraben, wie sie schon lange nicht mehr live gespielt wurden. Mit von der Partie sind unter anderem "Proselytism Real", "Burst Command 'Til War" und sogar "Eat Me" vom 1994er Album "Get What You Deserve". Das freut natürlich so ziemlich jeden der Anwesenden, schade ist lediglich, dass manche der neueren Perlen wie "Feigned Death Throes" und das eigentlich unverzichtbare "Napalm In The Morning" gefehlt haben. Naja, vielleicht hat dazu auch einfach die Zeit gefehlt. Scheint aber auch wirklich kaum jemanden zu stören, immerhin ist die Stimmung im Publikum kaum zu bändigen und auch der Moshpit hält sich konstant. "Was seid ihr süß! Am liebsten würde ich euch alle einfach knuddeln, einpacken und mit nach Hause mitnehmen!" sagt der Angelripper dazu.

Zwischendurch torkelt ein Betrunkener auf die Bühne und versucht die Band dazu zu bringen, seine Lieblingstracks zu spielen, in dem er Ansagen wie "Jetzt kommt die stumme Ursel..." ins Mikro lallt, dann aber ernüchternd feststellt "Ach das spieln se doch sowieso nich". Dabei ist anzumerken, wie relaxt die Security auf dem Nord Open Air ist, denn diese lässt dem Besoffski kurz seinen Spaß und führt ihn danach freundlich und gelassen von der Bühne. So sollte das immer aussehen! Immerhin wird dann zum Ende zwar nicht "Die Stumme Ursel" ausgepackt, aber noch "Bombenhagel" zum Besten gegeben. Das Publikum verlangt aber nach mehr, daher wird noch eine flotte Zugabe gegeben. Hier können auch Sodom es sich nicht lassen, eine Coverversion zu spielen und brettern gleich los mit Motörheads "Ace Of Spades". Nach "Among The Weirdcong" ist dann aber endgültig Schluss und nach einer ausgiebigen Danksagung verlässt das Thrash Trio die Bühne und schließt eine erfolgreiche dritte Ausgabe des Nord Open Airs auf dem Viehofer Platz ab.

Setlist:

  • 1. In War And Pieces
  • 2. Sodomy And Lust
  • 3. Outbreak Of Evil
  • 4. M-16
  • 5. Surfin' Bird (The Trashmen Cover)
  • 6. The Saw Is The Law
  • 7. Proselytism Real
  • 8. Burst Command 'Til War
  • 9. City Of God
  • 10. The Art Of Killing Poetry
  • 11. Blasphemer
  • 12. Eat Me
  • 13. Sodomized
  • 14. Ausgebombt
  • 15. Remember The Fallen
  • 16. Bombenhagel
  • ___________________
  • 17. Ace Of Spades (Motörhead Cover)
  • 18. Among The Weirdcong
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