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Nord Open Air 2012

Gelungenes kostenloses Festival mit erstklassigem Sound!

Entombed reißen die Hütte ab und werden zum Highlight des Festivals

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Entombed

Kommen wir nun zum absoluten Highlight des Festivals, nämlich dem schwedischen Death-Metal-Urgestein Entombed. Die Truppe präsentiert ihren eigens erschaffenen Death'n'Roll in makelloser Old-School-Marnier mit allem drum und dran. Dabei kommen sowohl neuere Songs zur Geltung als auch insbesondere Tracks der ersten drei Platten, was ganz zur Freude der Fans ist. Der tiefe knallharte Sound, den das Nord Open Air wunderbar über die Bühne bringt, kommt dem nur zu Gute.

Schon zu Beginn fällt auf, dass die Setlist wohl etwas ausgieber gespickt sein wird als sonst, denn den Anfang macht der Song "Eyemaster", welchen die Band sonst nicht so oft live spielt, und der eigentlich übliche Opener "Living Dead" wird erst später ausgepackt. Das kommt daher, dass Entombed heute erfreulicherweise beinahe eine Stunde Spielzeit zur Verfügung steht. Das wiederrum gibt ihnen die Chance, zusätzliche noch ein paar seltenere Perlen einzuflechten, die sonst keinen Platz in der Setlist finden, wie beispielsweise "Eyemaster", "Demon" oder "Living Dead", den grandiosen Opener des zweiten Albums.

Auch ansonsten hat man sich bei der Song-Auswahl keine Patzer erlaubt. Es werden ausnahmslos groovige Überkracher aus rund 30 Jahren Bandgeschichte gespielt wie "Wolverine Blues", "Damn Deal Done" oder "I For An Eye" und neben dem bandeigenen Death'n'Roll werden immer mal wieder solche deaththrashigen Granaten von den ersten beiden Alben wie "Supposed To Rot" oder das absolut fetzige "Revil In Flesh" eingeworfen. Nackenschmerzen garantiert! Die Crowd wird zudem super animiert. Während die gesamte erste Reihe mit Headbangern gefült ist, entwickelt sich ein paar Reihen weiter hinten ein beachtlicher Moshpit.

Zu der großartigen Show trägt insbesondere auch Frontmann LG Petrov bei, der auf eine etwas andere Art die Blicke auf sich zieht. Schon zu Beginn lukt der Sänger kurz auf die Bühne, um dann wie ein grummeliger Bergtroll auf die Bühne zu trotten. Petrov scheint mehr als nur durch zu sein, aber gerade das macht ihn so symphatisch. Da ist der Rock'n'Roll einfach Programm. Solch eklige Aktionen wie mittem im Set seinen Rotz und Spucke auf der der Bühne zu verteilen, zeichnen den Mann einfach aus. Dazu ist er sehr lustig aufgelegt und wenn er Ansagen wie "Dankeschön meine deutschen Freunde!" mit seinem schwedischen Akzent zum Besten gibt, sorgt das schonmal für das ein oder andere schmunzelnde Gesicht. Das Shirt mit den subtilen "666" auf Brust und Ärmeln kommt obendrein. Und trotz all dem Ulk sind seine Vocals so unglaublich derbe, dass es einen glatt aus den Socken haut.

Entombed reißen am Samstag wahrlich die Hütte ab und dürften im Zuge ihrer wuchtigen Live-Show mit einer sehr langen, überragenden Setlist wohl auch die letzten Zweifler überzeugt haben. Die Band ist live einfach nur eine Wucht. Das Riff-Gewitter geht in die letzte Runde. Mit "We have two and a half minutes more of fucking headbing for you" wird das letzte Stück "Supposed To Rot" eingeleitet und nochmal ein totaler Abriss zelebriert, bevor die fünf Schweden von Dannen ziehen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Setlist:

  • 1. Eyemaster
  • 2. Like This With The Devil
  • 3. Out Of Hand
  • 4. Living Dead
  • 5. Revel In Flesh
  • 6. To Ride, Shoot Straight And Speak The Truth
  • 7. Serpent Saints
  • 8. I For An Eye
  • 9. When In Sodom
  • 10. Stranger Aeons
  • 11. Damn Deal Done
  • 12. Chief Rebel Angel
  • 13. Demon
  • 14. Wolverine Blues
  • 15. Left Hand Path
  • 16. Supposed To Rot
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