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Noneuclid, Das Orchester des 13. Tons im Konzert (Essenbach, November 2010)

Wenn Metal und Klassik in die Welt des jeweils anderen eintauchen

Danksagung für den gelungenen Abend

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Den Auftakt des Abends machen Ulf Klausenitzer und sein Orchester mit der Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur, oder auch „Rheinische Sinfonie“ genannt, von Robert Schumann. Es handelt sich hierbei um ein Stück in fünf Sätzen, das aufgrund seiner Zugänglichkeit aber auch der optimistischen Grundstimmung zu den beliebtesten Werken des Komponisten zählt. Wegen des hohen Bekanntheitsgrades des Stückes wird das Werk als „inoffizielle Hymne des Rheinlandes“ betitelt. „Das Orchester des 13. Tons“ gibt eine Darbietung von hoher Qualität und großer Professionalität, die den darauf folgenden Applaus verdient.

Nach einer etwas 20-minütigen Pause wird mitgeteilt, dass Gitarrist V Santura für den heutigen Abend verhindert ist und der Beitrag der metallischen Seite ohne ihn stattfindet. Die Lücke in den Reihen füllt Krzysztof von Behind Closed Doors und Handish, der sich als würdiger Ersatz erweist. Nachdem das Orchester seinen Platz eingenommen hat, betreten nun Noneuclid ausstaffiert mit Notenständern die Bühne, um den experimentellen Teil mit einem Ausschnitt aus Richard Wagners Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Vorspiel 3. Akt) einzuleiten. Dabei haben es sich Jungs nicht unbedingt leicht gemacht. Eigentlich hätte man meinen können, dass ein Stück ausgewählt wird, das die geballte Dynamik und die gewaltige Atmosphäre der Klassik beinhaltet. Doch es ist das Gegenteil der Fall. Es handelt sich um einen langsamen Auszug der Oper und dies war geschickt überlegt. Denn diese Stimmung der stillen Nachdenklichkeit auf Instrumenten wiederzugeben, die normalerweise für andere Härtegrade bestimmt sind, setzt großes Können voraus und man kann nur staunen wie dieser Zustand unverzerrt dem Publikum vorgetragen wird. Die Antwort auf diese Meisterleistung ist großer Beifall.

Ulf Klausenitzer betritt wieder die Bühne. Da der Dirigent keinen Sichtkontakt zum Schlagzeuger herstellen kann, hat der Dirigent Kopfhörer aufgesetzt, auf denen das Metronom des Drummers zu hören ist. Natürlich ist diese Geste aufgrund der Lautstärke der Band vom Publikum etwas anders aufgefasst und es ertönt schallendes Gelächter. Jetzt kommt der Moment in dem Orchester und Band den „Walkürenritt“ in einem grandiosen Zusammenspiel erklingen lässt. Dieses Stück gehört zu Wagners bekanntesten Kompositionen und bietet genau die Elemente, die im Heavy Metal ebenfalls zu finden sind. Kraftvoll, schnell und dynamisch harmonieren die beiden Musikwelten in großer Vollkommenheit miteinander und man erkennt, dass beide Genres auf dem gleichen Fundament aufgebaut sind. Auch dieses Werk wurde mit Bedacht gewählt, denn aufgrund der Popularität der Wagner-Oper ist es möglich, Parallelen zu ziehen und das technische Geschick der Metaller zu prüfen. Diese Version ist mit Gänsehautgarantie gespickt und die Zuhörer zeigen ihre Begeisterung.

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