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Noneuclid, Das Orchester des 13. Tons im Konzert (Essenbach, November 2010)

Wenn Metal und Klassik in die Welt des jeweils anderen eintauchen

Mit Notenständern und komplexem Stoff ging es auf die Bühne

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Noneuclid wurden 2004 in Landshut gegründet und dies sollte der Grundstein einer Band sein, die auch hinter den Horizont blickt. Sänger Bruce (The Grapefruit Dead), Bassist Linus (Fall Of Serenity, Fallacy), Drummer Seraph (Dark Fortress, Revamp, Sleep Is Wrong) und die Gitarristen Morean (Dark Fortress, The Hungry Gods) und V Santura (Triptykon, Dark Fortress) wollen mit der Verschmelzung instrumentaler Perfektion und der enormen Energie des extremen Metals in Verbindung mit kammermusikalischer Mehrstimmigkeit und eisernem Willen ihre eigenen Pfade einschlagen.

Auch wenn manch einer die Meinung vertritt, dass Metal und Klassik konträre Musikstile darstellen, hat dies Noneuclid nicht abgehalten, genau mit diesen Genres zu experimentieren. Bands wie Rage, Within Temptation und Nightwish (um nur einige zu nennen) haben ebenfalls bereits orchestrale Elemente in ihre Songs eingebaut und auf der Bühne für Gänsehautstimmung gesorgt, aber nichtsdestotrotz wurde hierbei nur an der Oberfläche der Klassik gekratzt, denn der Metal stand immer im Vordergrund. Florian Magnus Maier (Morean) hat versucht aus diesen beiden Gegensätzlichkeiten ein Ganzes zu schaffen und dabei beide Stile ebenbürtig zu behandeln. Erfolge konnte er bereits mit seiner Komposition „Black Vortex Cathedral“ verbuchen, eine Symphonie die Noneuclid und ein großes Orchester 2008 zum Besten gaben und die mit großem Lob geehrt wurde.

Nun luden Noneuclid und „Das Orchester des 13. Tons“ unter Leitung von Ulf Klausenitzer zu einem neuen Projekt ein. Während sich die Metaller an Stücken von Wagner versuchen, studiert das klassische Ensemble einen Song der Band ein. Die Zuhörerschaft beider Musikarten sollten somit die Möglichkeit bekommen, in die Welt des jeweils anderen einzutauchen, um etwaige Vorurteile abzulegen und den Beweis zu erhalten, dass Klassik und Metal durchaus miteinander harmonieren.

Der Einladung in die Eskara in Essenbach richtete sich an alle Musikliebhaber, Wagnerfreunde und Rock- wie Heavy Metal-Fans, die Aufgeschlossenheit und vor allem Interesse für einen solchen Austausch zeigen.

Kaum am Veranstaltungsort angekommen, zeigt sich das erwartete bunt gemischte Publikum. Der von Fernsehkameras umrahmte bestuhlte Konzertsaal wirkt zunächst etwas unbehaglich. Schließlich ist man es auf Heavy Metal-Konzerten nicht gewohnt, den Noten auf Stühlen zu lauschen. Doch recht anders dürfte es dem klassikliebenden Zuhörern auch nicht ergehen, denn heute müssen sie die Sitzreihen mit schwarzgekleideten Charakteren teilen, dessen Shirts Motive ihrer favorisierten Bands zieren.

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