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Night Demon im Konzert (Krefeld, August 2017)

Kulturrampe platzt aus allen Nähten

Kraftvoll und Night Demon pur

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Wie beschreibt man das Gefühl, dass heute alle wissen oder zumindest davon ausgehen, dass es nicht nur ein besonderer Abend ist, sondern alle aktuell wohl zum letzten Mal die Chance haben, Night Demon auf solch einer kleinen Bühne zu sehen? Die drei Kalifornier präsentieren sich eh wie „Stars zum Anfassen“, das durften einige der Anwesenden heute Abend schon vor etwas mehr als einer Wochenfrist beim Headbangers Open Air 2017 erfahren, wo das Trio zum Gewinner aller drei Festivaltage gekrönt werden konnte.

„Zwei Mal haben wir hier schon gespielt, beim ersten Mal war es unsere zweite Show in Deutschland bei unserer allerersten Tour, und 35 Mann waren hier. Beim zweiten Mal hatten wir die famosen Iron Kobra dabei und spielten vor 50 Leuten... und heute? Ausverkauft, ihr seid total verrückt“, so Jarvis nach einer gefühlten Ewigkeit, denn großartige Pausen haben sie heute weitestgehend ausgeblendet, was im Nachgang dem einen oder anderen nun auch etwas sauer aufstößt, weil eben wenig mit dem Publikum interagiert wird.

Intensive Show, intensives Geknubbel vor der Bühne, auf allen Seiten deutlich erhöhter Schweißdrüsenausstoß, und alle, die sich in der ersten Reihe tummeln, werden von unzähligen Tropfen durch Jarvis und Armand getauft, lassen die beiden doch auch keine Sekunde lang nur einen Deut an Zweifel übrig, mit wie viel Spaß hier gerockt wird – und wie gewohnt stehen sie dort, headbangen wie blöde, tauchen unter in diesem aufgestauten Fansupport; nicht reden, nur spielen, bis an die Grenzen.

Dies wird immer wieder mit phonstarken Sprechchören belohnt, recht prall, wie die Rampenmauern von „Night Demon“-Rufen förmlich erschüttert werden, wenn fast alle ihr Organ mit einbringen, ganz gleich, ob es wie bei „The Chalice“ ein bisschen schmusiger wird oder eben die charakteristische Rauswurfnummer „Night Demon“ mit reichlich Fanunterstützung aus den Boxen dröhnt. Zwar hatten die Amis noch „Radar Love“ als letzte Nummer und Coverversion auf der ausliegenden Setlist gepinnt, zum Zuge aber kommt heute einmal mehr die Jungfrauen-Nummer „Wasted Years“ – und schon wieder stehen viele Fans dort mit geöffneten Kauleisten, kaum fassend, dass man diesen Song auch als Trio prall zocken kann. Und wer da nun nicht noch endgültig mitsingt, der ist eh nicht mehr zu retten und definitiv zur falschen Zeit in Krefeld.

Setlist:

Welcome To The Night
Ritual
Maiden Hell
Curse Of The Damned
Full Speed Ahead
The Howling Man
Flight Of The Manticore
Life On The Run
Satan
Heavy Metal Heat
Hallowed Ground
Dawn Rider
Stranger In The Room
Black Widow
Screams In The Night
The Chalice
Darkness Remains
Night Demon
Wasted Years (Iron Maiden-Cover)

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