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New Model Army & Atlas Bird im Konzert (Dresden, Oktober 2019)

40 Jahre und kein Stück leiser

Atlas Bird können komplett überzeugen

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Wer sich irgendwann in seinem Leben auch nur ansatzweise mit Indie-Rock beschäftigt hat, kommt mit Sicherheit an einer Band nicht vorbei: New Model Army. Mittlerweile seit knapp vierzig Jahren im Geschäft, haben sich die Briten innerhalb der Szene so etwas wie einen Ikonen-Status erspielt und dienten einigen nachkommenden Bands als Vorbilder. In diesem Jahr bewiesen sie zudem mit ihrem neuen Album „From Here“, dass sie auch nach so einer langen Periode weiterhin ganz vorne mitspielen und alles andere als Staub angesetzt haben.

Nun sind sie mit ihrem neuen Material auf großer Europatour, welche zum Dienstagabend einen Zwischenstopp in Dresden einlegt. Ein paar enttäuschte Gesichter sind allerdings vor dem Konzert im Beatpol zu verzeichnen, denn die Hoffnung noch Tickets zu erhalten, wird jäh am Einlass genommen: Der Abend ist restlos ausverkauft.

Doch bevor die Briten die Bühne betreten, gibt es mit

Atlas Bird

noch einen Support zu vermelden, der ohne großes Hallo direkt mit „Halos“ ins Programm einsteigt. Nach dem etwas überraschenden Start kann man allerdings schnell feststellen, dass man die Auswahl der Vorband wohl nicht viel besser treffen konnte. Geboten wird atmosphärischer Indie-Rock, der innerhalb von Sekunden gefangen nimmt.

Eine kurze Begrüßung lässt man den Anwesenden dann doch noch zukommen, zugleich wird mit „Isolate“ der nächste Titel angekündigt. Auch hier überraschen die Leipziger wieder mit ihrem einnehmenden Sound, der trotz nur dreier Instrumente ein überaus dichtes Klanggebilde zu Gehör bringt. Und diese Symbiose aus gedämpften, sphärisch dahin wabernden Klängen und ausbrechenden Dynamikanteilen kann die Zuschauer schnell auf Betriebstemperatur bringen. Selbst wenn das Trio recht introvertiert agiert, kommt man nicht umhin, sich hier mittreiben zu lassen. Das einzige Manko ist im technischen Bereich zu suchen, denn Sänger und Gitarrist Martin ist unglaublich schlecht zu verstehen. Da möchte man es glattweg als Glücksumstand bezeichnen, dass sie mit „Back To Black“ eine Cover-Version auf die Bühne bringen. Ja, die drei Herren haben so gar keine Scheu, sich einem Titel von Amy Winehouse zu widmen und diesen letztlich tatsächlich zu dem ihren zu machen. Chapeau, Atlas Bird!

„Voyage“ geht direkt zum Anfang der erst dreijährigen Geschichte der Band, genauer gesagt ist es das erste selbstgeschriebene Lied von ihnen, welches im Nachgang von einem Dreier-Block ihrer neuen EP „Dua Lux“ abgelöst wird. Mit den abschließenden „Clarity“ und „Dream Catching Hands“ beweisen Atlas Bird ein weiteres Mal, dass sie völlig zurecht von New Model Army geladen wurden. Postrock mit hohem Instrumentalteil, versonnenen Parts und doch voller mitreißender Energie – dies lässt letztlich niemanden kalt. Starker Auftritt, da bleibt nur zu hoffen, dass man recht bald wieder was von ihnen hört.

Setlist:

Halos
Isolate
Mona Of Light
Waves
Back To Black (Amy Winehouse-Cover)
Instrumental
Voyage
Fortress
Clarity
Dream Catching Hands

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