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Never Wake The Dreamer, So Far, Escoban im Konzert (Neumarkt, Oktober 2014)

Ein Abend mit Höhen und Tiefen

Escoban starten den Konzertabend

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Schon so einige Male wurde das Jugendzentrum G6 nun zum Schauplatz der Metal Night. Auch am Vorabend zum Tag der deutschen Einheit ist es wieder soweit. Drei Bands sollen dem Publikum einheizen. Wie schon bei vielen Vorgängerveranstaltungen bekommt man die Hütte aber nicht so richtig voll. Es ist dieses Mal auch keine ortsansässige Gruppe mit am Start. Vielleicht liegt es ja daran. Der Start wird mit 21 Uhr veranschlagt, aber schon um 20 Uhr sind die Tore geöffnet und das G6 lädt zum Plausch. Einige Die-Hard-Metaller sind auch schon vor Ort und man vertreibt sich die Zeit mit einem Plausch und einem Bierchen. Im Hintergrund läuft noch der Soundcheck, aber das stört oder behelligt gerade niemanden. So vergeht die Zeit recht flott, bis

Escoban

ins Rampenlicht treten. Die Formation aus dem bereits zu Oberbayern gehörenden Beilngries hat die Aufgabe, den Abend zu eröffnen. Die Combo ist noch sehr jung (die Bandgründung wird im Jahr 2013 veranschlagt), deshalb kann man über kleinere Missgeschicke (zum Beispiel, dass die Gitarre ständig rückkoppelt und für den einen oder anderen Besuch beim HNO sorgt. Die Lösung wäre aber einfach gewesen, einfach den Gitarrenamp nicht aufreißen, bis die Wände wackeln. Dafür gibt es Monitore und ein FOH-System) durchaus hinwegsehen. Die Band verfügt über mitreißende Songs, die auch ihre Wirkung nicht verfehlen. Trotz der noch dünnen Zuschauerschar lässt man die Jungs auf der Bühne nicht im Stich und geht mit. Bemerkenswert ist vor allem Drummer Thomas, der sich im Background wirklich den Arsch aufreißt.

Im Gegenzug dazu muss einem die Stimme von Shouter Christoph leid tun. Was der Mann mit seinen Stimmbändern macht, das kann nicht gesund sein. Hier soll aber noch gar nicht der Zeigefinger erhoben werden, denn in Sachen „Sänger mit Hang zur Selbstverstümmelung“ wird es heute noch viel besser. Musikalisch findet man Escoban irgendwo zwischen Metal- und Hardcore. Größtenteils bewegt man sich im Bereich von modernem Hardcore, aber auch Ausflüge in  Richtung Old-School-Hardcore sind zu erfassen. Die Rykers und Freunde lassen grüßen.

Gerade mal zwanzig Minuten spielen Escoban (Witzigerweise befindet sich Sänger Christoph keine einzige Sekunde dieser Zeit auf der Bühne. Er hüpft kontinuierlich im Zuschauerraum rum). Das ist zu kurz. Da kann man sich ja kaum eine Meinung bilden, schon ist die Truppe wieder verschwunden. Zwei Lieder mehr hätten es schon sein können.

Setlist:

Ideals
Self Destruction
Fuck Off
Life Work Die
Never Fail
City
Regrets
Face Down
Money Makes Poor

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