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Neurotic Deathfest 2014

Extreme-Metal Convention in Tilburg

Es wird ein letztes Mal die Sau rausgelassen mit Dark Angel

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Dark Angel

Nach langen Diskussionen war man sich einig: Rot ist nicht die Farbe der Liebe sondern die Farbe von Dark Angel. Die Lichtshow im 013 beeindruckte bereits mit Epileptiker-unfreundlichen Lichtblitzen, bei den Headlinern des Festivals hatte es jemand mit der roten Farbe sehr gut gemeint - das nur so nebenbei.
Die Thrash-Metal-Legenden aus dem sonnigen Kalifornien spielten als letzte Band auf der Mainstage und zogen die meisten Leute an die Bühne. Die aufgestellten Ventilatoren kamen während der Show natürlich auch zum Einsatz, damit die herrliche Haarpracht stets metallisch im Wind flatterte. Mit „Darkness Descends“ eröffnete die fünfköpfige Formation die letzte große Show des Abends. Es schien, als hätten sich alle Festivalbesucher, welche in den letzten drei Tagen zu Besuch waren, noch einmal in den Saal begeben, um gemeinsam ordentlich abzufeiern. Nach drei Tagen voller Knüppelei und Todesmetall, wirkten Dark Angel schon fast soft. Sänger Ron Rinehart schwebte über die Bühne und hielt Augenkontakt zu den aufschauenden Fans. Einem beneidenswerten Fan gelang es sogar, so nah an die Bühne zu gelangen, dass Rinehart ihm die Hand gab und der Fan innerlich wahrscheinlich drei Mail in Ohnmacht gefallen ist. Die Headbangfraktion kam bei dem Gig auch nicht zu kurz und ließ noch einmal ordentlich die Sau raus. Mit Krachern wie „Time Does Not Heal“ aus dem 1991 erschienenem, gleichnamigen Album oder auch „Merciless Death“, eroberte man die Zuschauer im Sturm. Mit „Perish In Flames“ hauen die Herren den letzten Song raus und kassieren tosenden Applaus.

Setlist:

  • Darkness Descends
  • We Have Arrived
  • The Burning of Sodom
  • Time Does Not Heal
  • No One Answers
  • Never to Rise Again
  • Welcome to the Slaughter House
  • Death Is Certain (Life Is Not)
  • The Death of Innocence
  • Merciless Death
  • Perish in Flames

Das Neurotic Deathfest 2014 neigte sich dem Ende zu. Die hartgesottenen Fans, gönnten sich um 23:15 Uhr noch die brutalen DeathMetaller Goretrade aus Kolumbien, doch die werten The-Pit.de-Mitarbeiter waren nach drei Tagen Todesgeböller fix und fertig und begaben sich in ihr Hotel.
Als Fazit lässt sich die Veranstaltung schnell und einfach zusammenfassen. Die Niederländer schaffen etwas, was in Deutschland (fast) undenkbar wäre. Drei Tage lang nur knallharte Bands auf einem Festival spielen zu lassen, ist die eine Sache. Dann aber auch noch einen relativ hohen Ticketpreis durchzusetzen und Zuschauer aus aller Welt (vor Ort waren Fans aus Spanien, der Schweiz, Südamerika, USA und Asien) anzulocken, das ist schon beeindruckend. Ob das Neurotic Deathfest wirklich das größte Indoor-Festival für die härteste Gangart ist, das muss man erst noch herausfinden. Eines ist aber klar: Ein charmanteres Festival mit so brutaler Musik wird nicht leicht zu finden sein.

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