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Neurotic Deathfest 2014

Extreme-Metal Convention in Tilburg

Totes Fleisch gibt es von Cephalic Carnage

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Sonntag, 03.05.14
 
Runde drei im Death Metal-Ring wurd angeläutet und die Zuschauer hatten schon richtig Bock auf den letzten Festivaltag. Auch am dritten Tag wurden die Merchandising-Tische gestürmt und das letzte Geld in den Untiefen des Portemonnaies zusammen gekratzt. Unter den Fans herrscht eine nette und familiäre Stimmung, es war super leicht neue Kontakte zu knüpfen und auch die einen oder anderen Bands mischten sich unter das gemeine Volk. Das Bier schmeckte immer noch wässrig, doch die Stimmung war weiterhin super. Dies ist kein Wunder, so spielten am heutigen Tag wieder ganz große Namen wie Grave, Gorguts und natürlich Dark Angel. Den Anfang machten heute jedoch die mindestens genau so coolen Cephalic Carnage, die wohl zu den fanfreundlichsten Bands des Festivals gehören.

Cephalic Carnage


„Es ist kurz vor 15:00 Uhr und der Magen einiger Cephalic Carnage Fans könnte ja knurren und somit den Sound der 1992 gegründeten technischen Grindcore Boygroup übertönen“- Dieser oder zumindest ein ähnlicher Gedanke könnte der Band durch den Kopf gegangen sein, denn die Jungs verteilten wenige Minuten, bevor sie in ihre Saiten klimpern einfach mal ein paar saftige Burger an das Publikum. Dieses griff herzlich zu und dankte der Band mit tosendem Applaus. Einen geschmackvolleren Einstieg hätte es nicht geben können. Das Quintett um Sänger Leonard „Lanzig“ Leal eröffnete den letzten Festivaltag mit einer erfrischenden Fröhlichkeit, die einen sofort in gute Laune versetzte. Man war von der ersten Sekunde an Teil einer ganz tollen Performance, die Band verlor während ihrer 45 Minuten kein einziges Mal den Kontakt zu den Fans und zeigte sich unglaublich Fan-nah. Seien es die scherzhaften „F*** Weed!“-Rufe, zu denen sie die Zuschauer animieren, oder die erotischen Tanzeinlagen des Bassisten Nick Schendzielos – eine lustige und sympathische Truppe die voller Spielfreude tausende Leute unterhält, trifft man selten an. Während der Songs „Piecmaker“ und natürlich dem Ohrwurm „Kill For Weed“, hüpften die Schwiegersohnkandidaten wie verrückt umher, zwischen den Songs wurde man von ihnen immer mal wieder dazu aufgefordert, Gras zu rauchen und eine kleine und herzallerliebste Choreografie der Saiten-Fraktion bekamen die Festivalbesucher auch noch zu sehen - wie herrlich. Trotz der Blödeleien zwischendurch, verloren sie musikalisch nicht an Seriosität. Professionell und trotzdem so, als würde es ihnen leicht fallen, frickelten die beiden Gitarristen Brian Hopp und Steve Goldberg die technisch anspruchsvollen Parts aneinander und leiteten das moshende und headbangende Publikum in zahlreiche Breaks und dissonante Momente. Drummer John Merryman gab den Takt an und trommelte wild seine Beats. Es wurden lustige Masken aufgesetzt (Bassist Nick triumphierte mit einer Pferdemaske und eroberte die Mädchenherzen mit seinem kreisendem Hüftschwung) und über Black Metal und Corpsepaint geschnackt. Die Dreiviertelstunde ging wie im Fluge um und die Musiker verließen die Bühne unter lautem Applaus. Im Hintergrund lief das charmante HipHop-Outro „Ass and Titties“, welches noch lange dem einen oder anderen im Ohr herumschwirrte. 

Das Quintett auf CD zu hören, ist bereits pure Ektase, sich die Band jedoch noch einmal live anzuhören, ein richtiges Erlebnis. Hoffentlich kommen wir bald wieder in den Genuss. Vielleicht ja mit einem neuen Album?

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