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Neurotic Deathfest 2014

Extreme-Metal Convention in Tilburg

Suffocation zeigen, warum sie zu den ganz Großen gehören

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Suffocation

Die letzte Band des Abends, welche die Mainstage noch einmal komplett auf den Kopf stellen wollte, war keine geringere Band als Suffocation. Die technisch brutalen Death-Metaller aus den Staaten, welche zum dritten Mal das Festival mit ihrer hochkarätigen Präsenz beehrten, haben wieder einmal bewiesen, warum sie sich zu den ganz großen des Death-Metal-Geschäftes zählen dürfen. Die Atmosphäre war bereits ausgelassen, die Crowd freute sich sichtlich auf das, was da kam und ehe man sich versah, wurde die Bühne verdunkelt.
Um 22:15 Uhr betraten Suffocation die Bühne. Mit „Catatonia“ aus der EP „Despise The Sun“ wurde die gewaltige Show eröffnet. Der 60-minütige Auftritt wurde richtig ausgekostet, die Band war verdammt gut drauf und Vocalist Frank „The Tank“ Mullen überaus redebedürftig. Der Alleinunterhalter plauderte wie aus dem Nähkästchen vom Touralltag und erzählte dem gespannt zuhörenden Publikum, dass er die Finger vom Alkohol lassen wolle. Er würde nämlich total „crazy“ werden und erklärte, dass eine Schnapsflasche im Tourbus immer komplett ausgetrunken werden müsse.
Der Verzicht auf Alkohol des Sängers wurde von dem Publikum mit Beifall honoriert. So ist es schön zu sehen, dass auch Tabuthemen von einer großen und so einflussreichen Band thematisiert werden, auch wenn dies nur in kleinen Gesprächsfetzen auf der Bühne geschieht. Vielleicht helfen sie, auch dem einen oder anderen seine Probleme nicht länger zu verdrängen. Mit „Pierced From Within“ oder auch „Entrails Of You“ heizten die Jungs der wilden Meute ordentlich ein. Die Gitarrenshredder Guy Marchais und Terrance Hobbs misshandelten ihre Instrumente, Drummer Kevin Talley prügelte auf sein Schlagzeug ein. Die Crowd bedankte sich mit einem heftigen Pit, der klebrige und nasse Boden ließ wieder zahlreiche Besucher den Boden küssen. Bassist Derek Boyer streckte die Pommesgabel in die Höhe und die Fans „suffocateten" richtig ab. Das Verb „absuffocaten“ sollte übrigens fortan mit ins Wörterbuch aufgenommen werden. Dieses Tu-Wort beschreibt die typisch-schnelle Handbewegung des Sängers, welche sich ganz zügig und im Takt des Schlagzeuges bewegt. Zahlreiche Fans ahmten seine Bewegung nach, was ihn total freute und ihm und den anderen Bandmitgliedern ein Grinsen ins Gesicht zauberte. Die Quasselstrippe Frank unterhielt das Publikum wie kein anderer und hetzte mit seinen blasphemischen Aussagen gegen Religionen und ihre Ideale. Wenn es in der Hölle Pornos und Drogen gäbe, sagte er, wolle er lieber dort sein Nachleben verbringen, als sich in irgendeinem Himmel langweilige Blumenbeete anzuschauen - Gelächter und Beifall im Publikum. Der Scherzkeks und Strahlemann ließ den Abend in eine fette Feier ausarten. Nachdem mit „Thrones Of Blood“ der letzte Song gespielt wurde, verabschiedete sich die Band und die ersten Fans verließen den Saal. Nach circa einer Minute passierte jedoch etwas Unerwartetes: Nach kurzen „We want more!“-Rufen einzelner Fans tauchte die Band wieder aus dem Nichts auf. Die Zuschauer, welche sich gerade auf dem Weg raus aus der Halle machten, zischten wieder zurück, denn Suffocation spielten noch eine Zugabe die es in sich hatte. „Infecting The Crypts“ aus ihrem 1991er Debütalbum „Effigy Of The Forgotten“. Suffocation lieferten einen brutal bösen Auftritt ab, der jedes Death-Metal-Herz mit voller Wucht aus dem Körper gerissen hätte. Ganz großes Kino!

Setlist:

  • Catatonia
  • As Grace Descends
  • Liege of Inveracity
  • Dismal Dream
  • Pierced from Within
  • Cataclysmic Purification
  • Mass Obliteration
  • Funeral Inception
  • Purgatorial Punishment
  • Entrails of You
  • Abomination Reborn
  • Thrones of Blood
  •  
  • Infecting the Crypts
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