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Neurotic Deathfest 2014

Extreme-Metal Convention in Tilburg

Deceased liefern eine energiegeladene Opener-Show ab

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Vom 02.05. bis zum 04.05.14 verwandelte sich das liebliche Städtchen Tilburg in den schönen Niederlanden zum Hotspot der Death-Metal- und Grindcore-Szene. Zum elften Mal fand das „Neurotic Deathfest“, das selbsternannte größte Indoor-Festival der extremen Metalmusik statt und lockte tausende Besucher aus ganz Europa an. Ort des Geschehens war das „Poppodium 013“, welches von außen wie ein gigantisches schwarzes Kissen auf einem Betonklotz aussieht. Das 013 befindet sich inmitten von zahlreichen Restaurants, Bars und Imbiss-Buden, welche von den zahlreichen Metalheads gut besucht wurden. Bevor die erste Band des Tages und das Festival selbst ihre Tore überhaupt öffneten, lungerten bereits viele Metalheads vor der Location herum. Schon von Weitem sah man nämlich langhaarige Bombenleger ihr Bierchen trinken und Menschen mit gruseligen Bandshirtmotiven ihr Eis essen. Schnell hatte man begriffen: Man ist zu Hause.
 
Freitag, 02.05.2014

Der Einlass und die Vergabe des Festivalbändchens verliefen mühelos und zügig. Im gigantischen schwarzen Kissen angekommen, erblickte man als Erstes auf die Merchandising-Points und die kleinen Fressecken. Das Angebot reichte von Hot Dogs und Burgern bis hin zu Reispfannen. Das Lieblingsgetränk der Festivalgänger war natürlich das Bier, welches mit seinen 2,50 EUR auch preislich nicht ganz aus dem Rahmen fiel. Hier könnte man jedoch erwähnen, dass der werte The-Pit.de-Fotograf nach stolzen acht Bier immer noch nicht angetrunken war und nach jedem Schluck vehement behauptete, dass das Bier "irgendwie wässrig" schmecken würde.
Auch der von der The-Pit.de-Redakteurin gern getrunkene Schnaps plus Softdrink war viel mehr ein überteuerter Softdrink mit einem kleinen Hauch Schnaps. Das Preis-Leistungsverhältnis war, was die kulinarischen „Leckereien“ anging, auch nicht wirklich besser. Wenn man auf einem Festival für einen Hot Dog 3,50€ bezahlt, erwartet man zumindest einen Standard IKEA-Hot-Dog und nicht ein kleines aufgeschnittenes Brot mit Wurst und Ketchup. Na gut, es ist ebenFestivalfraß, aber man darf ja auch mal meckern.
Das Token-System, welches im 013 Gang und Gebe ist, ging jedoch ziemlich gut auf. Überall standen Umtauschautomaten herum und auch die zuvorkommenden Mitarbeiter an den Infoschaltern tauschten gerne die Euros in kleine grüne Chips um. Auch noch positiv zu erwähnen ist die nicht vorhandene Deutsche-Bahn-Mentalität, alias die vorbildliche Pünktlichkeit, was die Spielzeiten betrifft. In den ganzen drei Tagen gab es keine einzige Band, die zu früh oder gar zu spät die Bühne betrat, der Zeitplan wurde genauestens eingehalten, so dass man nicht Gefahr lief, andere Bands (auf eine der anderen Stages) verpassen zu können. Am heutigen Tag waren nur die Main und Second Stage geöffnet, wo sich die geheimnisvolle dritte Bühne versteckte, fanden wir erst am nächsten Tag heraus.

Deceased

Um Punkt 18:00 Uhr stand der Opening-Act Deceased auf der Bühne. Der große Saal war ziemlich gut gefüllt und auch auf der Empore fanden sich viele Leute wieder, um der ersten Band des Festivals die Ehre zu erweisen. Die Herren aus Virginia schienen sehr erfreut über die Crowd zu sein und lieferten eine energiegeladene Show ab. Kingsley „King“ Fowley, Sänger der Band, freute sich über das zahlreiche Erscheinen. Man sollte auch noch erwähnen, dass Deceased die erste Band überhaupt war, welche einen Plattenvertrag bei dem neugegründeten Label Relapse Records erhielt (1990). Die fünfköpfige-Band eröffnete ihre Show mit dem Intro „Elly's Dementia“ und legte mit „Night Of The Deceased“ los.  Obwohl die Band sich mittlerweile dem Thrash- und Heavy Metal verschreibt und die früheren Death-Metal-Wurzeln der 90er Jahre mit der Schaufel begruben, spielten sie - zur Freude der Todesmetaller - sehr viel von dem alten Zeug, u.a. „Haunted Cerebellum“ aus ihrem 1991er Debütalbum oder auch „Fading Survival“ aus der EP „The Day Of Death Live“.
Das Publikum reagierte mit heftigsten Headbang-Orgien, Grölen und lautem Applaus. Deceased lieferten eine klasse Show ab und eröffneten das Neurotic Deathfest mit einem gelungenen Auftritt.

Setlist:

  • Elly's Dementia (intro)
  • Night Of The Deceased
  • The Triangle
  • Fading Survival
  • Haunted Cerebellum
  • Robotic Village
  • Fearless Undead Machines
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