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Neckbreaker’s Ball 2011 (Bochum)

Schweiß im Nebel

Månegarm hatten einen schweren Stand

Zum Thema

Einige Tage vorher hieß es in einer Mail, dass es noch ausreichend Karten an der Abendkasse gäbe – die Matrix in Bochum hatte wohl ganz sicher nicht mir solch einem Run auf die Karten gerechnet, denn schon schnell konnten sie ein fettes „Ausverkauft“ ins Schaufenster stellen. Ein lange Besucherreihe schlängelte sich zwischen den Tourbussen Richtung Parkplatz, und während draußen noch ein beträchtlicher Teil – unter anderem auch der Verfasser dieser Zeilen – Schritt für Schritt sich dem wärmenden Schlund Matrix näherte, wummerten drinnen schon Milking The Goatmachine. Innen bot sich dann ein Bild der Apokalypse – Menschenmassen am Tresen und vor der Bühne pure Drängelei – man wurde gelaufen als dass man sich die Gehrichtung selber aussuchen konnte. Die Security nahm den Job ebenfalls sehr ernst und ließ nach dem dritten Song einer Band niemanden mehr in den Fotograben – nun denn, der größte Teil von Milking The Goatmachine war nun eh schon vorbei. Als Randbemerkung mag dienen, dass die Fans beim Opener ungewohnt ruhig waren; die Band konnte die meisten Reaktionen mit der verwirbelten Coverversion „Surf Goataragua“ (im Original von Sacred Reich) einheimsen.

Månegarm

In Geiselwind eine Woche zuvor waren Månegarm noch obenauf und konnten mannigfaltige positive Reaktionen hervorzaubern. Ein paar Tage später in Hamburg wendete sich das Blatt, denn dort waren die Fans schon deutlich zurückhaltender und bis auf ein paar Nicker und im weiteren Verlauf ein paar fliegende Haare zeigten sich die norddeutschen Fans einmal mehr von ihrer unterkühlten Seite.

Doch auch im Pott wurden die Fans nicht wirklich warm mit Månegarm, trotz der massiven Schieberei vor der Bühne, trotz einer engagierten Leistung auf der Bühne. Die Umbaupause war erfrischend kurz, da lohnte sich noch nicht einmal der Gang zur Theke, denn es war fast unmöglich, sich pünktlich durch die Menschenmassen zu quetschen.

Nach einem stimmungsvollen Intro marschierte die Band auf die Bühne, um sogleich mit dem headbangerkompatiblen „Mina Fäders Hall“ einen tollen Start hinzulegen, doch allein die Fans waren nicht wirklich zu erwärmen. Stimmung sieht anders aus? Ja sicher, denn viele Blicke tauchten in dem farbigen Bühnenspiel ein, ein paar Füße wippten im Takt, doch der Schweiß floss nur wegen der enormen Menschendichte und nicht wegen tanzwilliger Bewegungseinheiten.

Eindeutig die meisten Blicke des Månegarm-Sets dürfte an diesem Abend Violinist Janne Liljeqvist abbekommen haben, spielte er doch wie ein Teufelskerl, steppte quer über die Bühne und schnell wehten die ersten zerfezten Saiten an seinem Arbeitsgerät und vermischten sich mit seinem lockigen Haar – dabei machte er einen entrückten Eindruck, als ob er in einer eigenen Welt spiele.

Stimmungsvoller Höhepunkt für Månegarm war sicherlich „I Evig Tid“ mit dem brutal schleppenden Riffpassagen und den fröhlichen Geigenparts und schon waren die Fans zur Stelle, Pommesgabeln zuckten auf und auch die ersten Hey-Rufe wurden durch erhobenes Fäuste-Machtspiel begleitet. Es geht doch, allerdings war nach einer knappen halben Stunde Schluss. Irgendwie war es nicht Fisch noch Fleisch.

Setlist:

Hraesvelg
Mina Fäders Hall
Bergagasten
Vedergällningens Tid
Daughters Of Eve
I Evig Tid
Hemfärd

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