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Neaera, Undertow, Der Weg Einer Freiheit im Konzert (Münster, Oktober 2010)

Zwei gute Vorbands, ein gefeierter Mainact

Nicht zu verwechseln mit einem Album von Tool: Undertow

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Drei Bands treten am heutigen Abend in der Sputnikhalle an, wobei die Lokalmatadoren Neaera natürlich Heimvorteil genießen. Immerhin vier Alben haben die Jungs bereits veröffentlicht und man durfte daher schon vorher davon ausgehen, dass das Publikum das Quintett nach allen Regeln der Kunst abfeiern würde. Die beiden Vorbands jedoch haben ebenso Beachtung verdient.

Der Weg Einer Freiheit

Da ist eine Gitarre, ein E-Bass ist zu hören, aha, eine zweite Gitarre und ein perfekt klingendes, elektronisches Schlagzeug. Ein Blick aufs Cover: „Der Weg Einer Freiheit“, seltsamer Name, harte Musik. Tiefgang, ausgeklügelte Texte in deutscher Sprache. Die Musik? Melodisch, treibend, Black Metal.

Und dann das: Auf der Bühne stehen fünf Leute... Treten Der Weg Einer Freiheit doch nicht auf? Oh doch, und wie sie auftreten! Ergänzt um Bassist, zweiten Gitarristen und Schlagzeuger gibt die Band alles. Die Gitarristen und Sänger Nikita zeigen durchgehend starke Posen, letzterer springt die ganze Zeit motiviert auf der Bühne umher, um in Richtung eines anderen Teils des Publikums die Pommesgabel zu zeigen. Beeindruckend ist auch der überaus routinierte Drummer, der ohne Schwierigkeiten die vom Debüt-Album (wie der Bandname) her bekannten Blastbeats spielt, ohne eine Miene zu verziehen.Dem Publikum gefällt's: Nach den ersten Liedern ist der Applaus noch recht verhalten, aber von Titel zu Titel schafft es die Band, mehr Zuhörer in der halbvollen Sputnikhalle in ihren Bann zu ziehen. Die Leute sind größtenteils wahrlich mitgerissen von dem, was sie da hören, denn „Der Weg Einer Freiheit“ dürfte vorher nicht vielen Anwesenden überhaupt ein Begriff gewesen sein. Dass dann so aus dem Nichts ein derartiges Metalbrett aufwirbelt, das sich zudem von Klischees wie Pyroeffekten, Schminke und (gespielter) Brutalität abgrenzt, scheint vielen zu gefallen.

Die Band hat nach diesem Auftritt definitiv Fans neugewonnen. Der Weg einer Freiheit war ursprünglich das Nebenprojekt der recht bekannten Deathcore-Band Fuck Your Shadow From Behind, die inzwischen scheinbar das Zeitliche gesegnet hat. Spaß muss zwar auch manchmal sein, aber angebrachter ist wohl die volle Konzentration auf diese Band, denn der noch vor gar nicht allzu langer Zeit von „Szene-Experten“ zum Sterben verurteilte Black Metal hat nun ein neues Gesicht.

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