Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Neaera, Bury Tomorrow, The Defiled im Konzert (Bochum, Februar 2013)

Mehr als gelungener Tourauftakt in der Bochumer Matrix

The Defiled können sich nicht durchsetzen

Zum Thema

Ein Tourauftakt an einem Donnerstagabend kann gewaltig in die Hose gehen, doch heute Abend ist die Bochumer Matrix deutlich gefüllter als geplant, sollte doch das Konzert ursprünglich nicht unten in der Röhre, sondern eine Etage höher auf der kleinen Bühne stattfinden. Da aber schon im Vorverkauf offenbar mehr Karten als gedacht abgesetzt wurden, steht nun dem Auftakt auf der großen Bühne nichts im Wege.

The Defiled

Dabei haben sich die Londoner The Defiled wohl auch auf einen tollen Matrixaufenthalt gefreut, doch als sie pünktlich die Bühne entern, sehen sie sich einem noch kleinen und sehr reservierten Publikum gegenüber. Natürlich wollen sie ihr Debüt „Grave Times“, welches sie schon 2011 veröffentlichten, vorstellen, doch auch nach dem schwunghaften „Call To Arms“-Start und einem auffordernden „Come on, Bochum“ bleibt die Resonanz recht übersichtlich.

The Defiled lassen nicht locker, immer wieder haut Fronter Stitch D ein „Wie geht’s euch?“ wie vor „Black Death“ oder ein „Lasst mal eure Hände sehen“ wie vor „As I Drown“ in die Runde, doch die Rückmeldungen bewegen sich in engen Grenzen, höchstens ein gefälliges Nicken können sie ernten – außer einer Dame, die immer wieder mit spitzen Schreien anzeigt, dass sie Gefallen an dem Quintett gefunden hat.

„Kommt, bewegt euch ein bisschen, schließlich habt ihr für eine Rock’n'Roll-Show eure Kohle hingelegt“ feuert Stitch D an, doch auch diese eindeutige Aufforderung verpufft eher, als dass sie wahrhaft in Bewegung umgesetzt wird, rechts vor der Bühne steht ein kleiner Trupp an Gästen und zeigt mit den Daumen nach unten an, dass sie „not amused“ von den Londonern sind, die optisch wie eine ranzige Glamband daherkommt.

Trotz allem Bemühen, unter anderem auch von Keyboarder The AvD, der immer wieder mit seinem Instrument herumturnt, dieses in die Höhe stemmt oder anderweitige Verrenkungen vornimmt, können sie heute in Bochum nur bedingt punkten. „Wir wollen euch bewegen sehen, wir sind extra aus London gekommen“, so nochmals die Aufforderung vor dem Rausschmeißer und Titeltrack „Grave Times“, doch nichts mit großer Party, eher ein laues Lüftchen der Begeisterung weht herüber. „Bis zum nächsten Mal“, verabschieden sie sich noch anständig und schaffen es tatsächlich, ihre gewiss vorhandene Enttäuschung zu verbergen.

Setlist:

Into The Land Of Fools
Call To Arms
The Resurrectionists
Black Death
As I Drown
Grave Times

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna