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Nazareth & Luke Gasser im Konzert (Lünen, November 2018)

50 Jahre Reife ohne altbacken zu sein

Multikünstler Luke rockt heute als Opener

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Feine Sache das, denn Nazareth lassen sich zum Tourauftakt im Lükaz in Lünen blicken – BesucherInnen des feinen Clubs wissen somit, dass sound- und lichttechnisch schon mal nichts im Argen sein wird. Zudem ist man hier so richtig nah dran, da wird auch das Autogrammejagen ein „Kinderspiel“, wenn dieses Wortspiel zum 50jährigen erlaubt ist. Eine Hard-Rock-Legende, kein Zweifel, auch wenn die Diskussion im Vorfeld wegen des einzig verblieben Originalmitglieds nicht abreißen mag. Nachher sind sie wieder alle schlauer...und eben begeistert. Einsteigen werden wir aber mit...

Luke Gasser

Wenn Lukas, alias Luke Gasser, auf Tour geht, müsste der Tausendsassa eigentlich einen ganzen Tourbus an Kunstgegen- oder zumindest Ausstellungsstücken mit sich schleppen, ist er doch umtriebig wie selten ein Künstler, die auf der Lükaz-Bühne stehen: Bildhauer, Maler, Schauspieler, Regisseur, Buchautor und eben wie heute Abend auch Rockmusiker mit einer ganzen Latte an Veröffentlichungen in der Hinterhand.

Ganz frisch ist auch das neue Album „The Judas Tree“ draußen, welches gleich mal als Doppel-CD am Merch ausliegt. „Es ist immer mehr und mehr geworden, egal, muss ja die Plattenfirma zahlen“, so Luke zu der Songmengenexplosion und lässt gleich auch fallen, dass das Album trotzdem für 15 Tacken über den Tisch geschoben wird, weil man schließlich froh sein könne, dass es überhaupt noch Leute gäbe, die sich physikalische Tonträger kaufen.

„Niemand kann den Rock´n´Roll mehr neu erfinden, es kommt auf die Attitüde an, mit der man ihn spielt“, so ein Zitat auf seiner Homepage, und recht hat der gute Kerl ja auch. Das Trio spielt gleich mal die ersten beiden Songs durch und erntet dafür schon recht ordentlichen Applaus. Das Lükaz ist schon beim Opener mit knapp 200 Leuten gut gefüllt, mit „Blood Money“ liefert das Trio auch eine schöne Ansage gen den Waffendeals in Richtung Naher Osten und fleißig wird in den balladesken Stücken mitgeklatscht. Lustig auch, wie ein sehr junger Nachwuchsfan mit seinem Pappschild „1 Plec“ später sogar erfolgreich ein Erinnerungsstück abstauben kann.

Mit „Forget Me Not“ holen Luke Gasser und seine beiden Mitstreiter dann auch nochmals die Mitklatschfraktion ab, ein „God bless you“ im Finale kommt als Dankeschön für den Support her, wobei Lukas auch allen noch einen schönen Abend wünscht – kurze Zeit später sind alle drei auch dauerhaft am Merchbereich aufzufinden, was den Sympathiebonus noch weiter aufhellt.

Setlist:

Retribution
Mercy On Me
Blood Money
The Judas Tree
Be Careful
Ceremony Man
It's Not Affection
Mills Of God
Forget Me Not

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