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Nachtgeschrei, Feuerseele im Konzert (Bochum, März 2011)

Das Mittelalter ist zurück, moderner denn je

Feuerseele entfachen die Glut

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Freitagabend, kurz vor 22 Uhr. An bekannter Stelle stehen Menschen in durchgängig schwarzer Kleidung, Kutte, langem Mantel oder kurzem Kleidchen in der noch sehr kühlen Märzluft. Kurz: Die Matrix in Bochum lädt wieder zu einem Konzertabend ein. Und so kommt es, dass dann auch die Tore aufgehen und alle ins Warme flüchten können. Die Halle, anfangs noch arg leer, füllt sich nach und nach. Es scheint ein geselliger Abend zu werden. 20 nach zehn sind gerade um die 20 Gäste vor Bühne zu zählen.

Feuerseele

Dann aber geht es Schlag auf Schlag, die Halle füllt sich, zumindest bis zum Lichtpult, und das Licht geht aus. Feuerseele betreten die Bühne. Feuerseele sind sechs Musiker aus dem Ruhrgebiet, die moderne Rockmusik mit mittelalterlichen Instrumenten wie Dudelsack, Drehleier und Flöte miteinander vereinen. Mit sechs Musikern ist die Bühne schnell gefüllt und auch vor der Bühne wird es enger, wenn auch ausreichend Platz zum Tanzen vorhanden ist. Greifgorn, die Stimme der Feuerseele, betritt zum Schluss die Bühne und entzündet direkt ein Feuer in seinen Händen. Das „Intro“ der Mittelalterrock-Combo überzeugt und die Menge tanzt und rockt. Elene, deren Künstlername Herrin von Muspelhein ist, verzaubert die Menge von der ersten Minute an der Geige und spielt mit dem Publikum, welches ihr eins zu eins folgt.

„Fiebertraum“ ist der zweite Song der Setlist und Greifgorn ist nicht nur Stimme (und eine sehr gute) der Band, nein, er animiert auch das Bochumer Publikum. Hier gibt es keinerlei Berührungsängste, mehrfach fordert er die tanzende Masse auf, mehr zu geben. Und schon beim dritten Song „Mutter“ muss er dies nicht mehr tun. Feuerseele haben überzeugt und zeigen mit jedem Song, wie viel Spaß sie haben, heute hier auf der Bühne zu stehen. Das Feuer ist zwar in Song eins schon erloschen, aber nur das fühlbare, das symbolische, brennt durch die gesamte Setlist hinweg. Dass Greifgorn keinerlei Berührungsängste hat, zeigt er, als er mitten in der Show von der Bühne herunter springt, in der Masse verschwindet, um diese wild pogend auseinander zu treiben. Die Menge geht auf diesen Überraschungseffekt fantastisch ein. Sie pogt und tanzt, findet kein Ende.

Feuerseele mögen noch kein Label haben, Fans haben sie seit jetzt auf jeden Fall mehr. Die Elemente alter Instrumente mit modernen Texten zu mischen, ist ihnen sehr gut gelungen und sie schaffen dies mit einem wahnsinnigen Spirit auf die Menge zu transportieren. Es folgen noch Songs wie „Scheichegal“, „Frühling“ und der Song „Karibik“. Dann aber passiert es: Um die Menge für die folgende Band Nachtgeschrei anzuheizen fragt Greifgorn „Seid ihr bereit für Rabenschrey?“. Als die Menge verhalten reagiert, probiert er es lauter, noch immer ist die Menge zurückhaltend und auch durch Lukas lässt er sich nicht beirren, nun nochmals und noch viel lauter zu fragen. Dann erst fällt sein Blick auf die Trommel, auf der groß geschrieben steht, dass die nachfolgende Band Nachtgeschrei heißt. Das, so Greifgorn, sei nun wirklich, nach einer geplatzten Hose, das Peinlichste, was ihm jemals auf der Bühne passiert sei. Krumm nehmen tut es ihm aber gerade keiner. Bochum lacht und grinst und feiert nun auch den letzten Song mit der jungen Band, die heute absolut überzeugt hat.

Setlist:

Intro
Fiebertraum
Mutter
Erntezeit
Die Zeit
Hetzjagd
Scheichegal
Frühling
Karibik
KDB

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