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Mystic Prophecy & God's Army im Konzert (Bochum, März 2016)

Release-Show im Pott

Mystic Prophecy

„Mystic Prophecy, Mystic Prophecy“ na, das fängt ja gut an hier, schon lange ist hier eine Band nicht schon nach der zweiten Nummer, hier „Savage Souls“, mit Sprechchören empfangen worden, nicht zum letzten Mal heute Abend. Wenn da mal die Vorfreude nicht groß ist, die Bayern auf dieser kleinen Bühne zu sehen, zumal sie sich nicht auf ihr neues Album „War Brigade“ versteifen, welches ja auch erst zwei Tage auf dem Markt ist, sondern für heute Abend ein Best-Of zusammengestrickt haben, welches manchen Fan gleich mal die Freudentränen ins Gesicht zaubert.

Bei so viel gute Laune von Anfang an kommt Frontmann Lia glatt in Plauderlaune. „Wir sind motherfucking Mystic Prophecy“ stellt er die Truppe am Anfang schon fast unnötig vor, um sich dann vor „The Crucifix“ bei den Anwesenden fürs Kommen zu bedanken, weil sie sich nicht für die nicht wirkliche Alternative Tatort entschieden haben. Fetter Applaus ist ihnen sicher, doch dass sich das locker noch steigern lässt, wird beim anschließenden „Killhammer“ deutlich. „Zweieinhalb Jahre alt“, merkt Lia noch vorher an und kann dann auch auf ein ordentliches Meer an Powerfäusten und Mitklatschhänden blicken.

Bester Lohn sind dann aber eben die immer wieder aufkeimenden Sprechchöre, ein Beleg für das Feierambiente, die wie bei „Lords Of Pain“ in phonstarke Hey-Rufe übergehen und ein weiteres Dankeschön seitens Lia provozieren. Ein geben und nehmen, so lässt sich das heute prima zusammenfassen, denn Fragen wie „habt ihr Bock drauf“ oder „seid ihr dabei“ werden immer heftiger bejaht, ob politisch korrekt oder nicht wird die Frauenquote von 30 Prozent nur kurz angesprochen und mit einem „ihr seid aber gut drauf“ abgeschüttelt.

„Wie heißt die Nummer?“ will Lia gleich dreimal wissen und braucht den Titel von „Metal Brigade“ schon gar nicht mehr erwähnen, klingeln die Buchstaben doch Tinnitus-artig in den Ohrmuscheln. „Ihr müsst schon ein bisschen lauter rufen, Markus will schon Bier saufen“, so Lia nach „Evil Empires“, Markus-Sprechhcöre holen den Kerl von der Empore wieder zurück – nichts da mit Feierabend, da muss doch noch eine Zugabe her. Und wenn denn die Stimmung wie heute Abend einfach nur großartig ist, da dürfen sich die Fans mit „Paranoid“ gar noch über eine nicht geplante Verlängerung mehr freuen.

Setlist:

Intro
Kill The Beast
Savage Souls
The Crucifix
Killhammer
Lords Of Pain
To Hell And Back
We Kill You Die
Hate Black
Endless Fire
Metal Brigade
Evil Empires
----------------
Ravenlord
Sex Bomb (Tom Jones-Cover)
Paranoid (Black Sabbath-Cover)

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