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Mustasch, Black-Bone im Konzert (Köln, November 2013)

Alles supergeil in Kölle

Irgendwie bringt es Ralf Gyllenhammar, Frontunterhaltungsmann bei Mustasch, auf den Punkt: „Alles supergeil“ in Köln. Dabei muss man aber ausblenden, dass sich an diesem Sonntagabend die Zahl der Anwesenden irgendwo zwischen 150 und 200 einpendelt. Gut, Ghost halten heute Abend in der Domstadt ebenfalls ihre schwarze Messe, anscheinend ist dort aber die Show auch nur übersichtlich besucht. Für den heutigen Auftakt im Underground sind die noch unbekannten Holländer Hard Rocker Black-Bone zuständig, die sich allerdings richtig durchbeißen müssen.

Black-Bone

Das aus Eindhoven kommende Hard-Rock-Trio Black-Bone kann in den vergangenen Jahren mit einer jährlich wachsenden Gigographie punkten, wobei sie eigentlich nur in ihrem Heimatland ihre Version des „No Bullshit Rock’n’Roll“ vorantrieben. Mit „Back To The Mayhem“ legten sie dann in 2012 ihr Longplay-Debüt vor, welches sie nun auf ihrer ersten Europa-Tour auch ausgiebig vorstellen wollen.

Wie Stolz sie darauf sind, Mustasch supporten zu dürfen, dass lässt Frontmann und Gitarrist Steef gleich schon recht früh nach dem Opener „Kings & Jezebelles“ wissen. Party wollen sie auch machen, ihre Mucke ist dafür auch wuchtig genug, doch immer wenn Steef auf Powerfaustmodus umschalten will, da herrscht dann doch mehr als vornehme Zurückhaltung im Publikum.

Steef lässt sich dann davon nicht zurückhalten, gerade bei seinen Soli spielt seine Mimik nicht nur mit, sondern auch eine große mitgehende emotionale Konstante, während Bassist Sven da deutlich zurückhaltender ist. Wie gut das Trio eingespielt ist, merkt man dann aber daran, dass sie einfach mal eben wegen der ausbleibenden Mitmachaktivitäten einfach die folgenden Songs durchzocken, und wenn die Gitarre kurz gestimmt werden muss, da liefert Drummer Jules ein paar Beats ab und leitet einfach so in den nächsten Song, wie beispielsweise bei „Hollywood & Wine“, über. Dabei ist der vorherrschende Applaus recht ordentlich, ein wenig mehr Spielraum für diese Form der Beifallsbekundung hätten sie also Platz lassen können.

„Wir sind Black-Bone und spielen No Bullshit Rock’n’Roll“, so Jeff nach dem Rausschmeißer „Hammer Down“ gleich zweimal, die Fans applaudieren heftig, ganz im Gegensatz zu den Heyrufen, wo sich vielleicht 3 Hand voll beteiligen, wodurch sie das „Let’s go crazy“ dann nicht unnütz verhallen lassen. Die Holländer jedenfalls können mit ihrem feinen Hard’n’Roll das Publikum in Köln nur bedingt abholen. Schade irgendwie, denn fett gerifft habe sie durchweg.

Setlist:

Kings & Jezebelles
World Gone Crazy
Back To Mayhem
Hard Times
Hollywood & Wine
Girls Best Friend
Hammer Down

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