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Münster Metal Massaker 4

Abwechslung pur im Café Sputnik

Balls Gone Wild müssen viel zu früh ran

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Pizza-Duft durchzieht den Konzertraum – klar, hier im Münsteraner Café Sputnik sind die Wege kurz, die Abwechslung ist aber groß. Über zwei Tage hinweg scheppert es auf dem Münster Metal Massaker 4 gewaltig, von Glam über Heavy Metal, von Death bis hin zum Schwarzwurzelsound ist alles vertreten. Nach einem mehr als gelungenen Freitagauftakt kann man auch den Samstag als mehr als ordentlich einsortieren, auch wenn am Ende vielleicht mit viel Glück die Organisation mit einer Null rausgeht und nicht draufzahlen muss. Und trotzdem zeichnet sich schon die fünfte Auflage im September 2014 am Firmament ab.

Balls Gone Wild

Was für eine Fehlbesetzung – nein, nicht die Balls Gone Wild aus Köln, sondern die Position, an der sie spielen müssen. Viel ist so früh noch nicht los, was aber das Quartett erst einmal so gar nicht stört, rotzen sie auch einfach so mit richtig viel Spaß in den Backen ihren Manta Metal ins Café Sputnik, sodass sich die Pizza biegt. Nun, sie hätten mindestens zwei Plätze nach hinten gehört.

Und ja: Das, was die Kölner da bieten, hat einfach Eier. Da wird rotzgerifft und gepost, was sich nicht nur auf die Saitenfraktion auswirkt, sondern auch von Drummer Marty Moshhead (ansonsten auch bei Perzonal War an den Fellen) ausgelebt wird – Grimassenkönig des Tages, dazu sein Gesäß weit über die Drumbecken gehängt zum Zeichen des – nun ja, ist klar.

„Ihr müsst viel mehr trinken“ – ein paar Fäuste kommen auf, die vier, die sich gleich in die erste Reihe verschanzen, headbangen wie blöde und bringen richtig Leben in die Bude, die sich nach und nach füllt, was gegen Ende des Sets etwas mehr als vierzig Anwesende bedeutet. Ein bisschen was Hartes, mit „Twisted Boobs“ eine Ansage gegen Fettleibigkeit und Hängetitten, schon neigt sich die Spielzeit dem Ende wie im Fluge zu und bedeutet unterm Strich nur eines: Extrem unterhaltsam, fette Eier; ein Grund mehr, die Truppe im Januar im Sonic Ballroom bei ihrer Pre-CD-Präsentation ihres Debüts „Dicks Made Of Dynamite“ zu unterstützen.

Setlist:

Bäm Bäm Pow
Rock Till U Drop
White Nitro
Devil’s Woman
King With A Crown
So You Die
Monkeys Of Mayhem
Twisted Boobs
Balls Gone Wild

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