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Motorjesus, Metal Inquisitor und Attic im Konzert (Lünen, April 2016)

Rock Hard Festival Warm Up 2016

Motorjesus rocken auch das Lükaz

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Motorjesus

Schon zweimal haben Motorjesus die Rock-Hard-Festival-Organisatoren in Gelsenkirchen überrascht, zweimal haben sie dort viel zu früh gespielt, weswegen heute auch ganz leise der Gedanke aufkommt, dass man sich auf diese Weise wenigstens ein bisschen entschuldigen will – hach, unvergessen der Moment, wo Frontmann Chris mit der Aldi-Tüte auf die Bühne stiefelte und von Mitbringseln im Pott laberte, pur und unverfälscht.

Dass die Mönchengladbacher es locker verstehen, ihren Fans und auch denen darüber hinaus einzuheizen, das ist hier auf The-Pit.de wie bei keiner zweiten Band dokumentiert, aber auch heute wissen die Herren auf der Bühne zu überzeugen, zum gefühlten 40sten Male in den letzten Jahren – und ja, geben wir es endlich zu: Wir sind keine Robotertippsen, die auf Zuruf in die Tasten hacken, sondern eben auch „nur Fans“ von guter, von Hand gemachter Musik – da brennt doch ausreichend Nitro in den Redaktionsadern.

Und auch wenn sich manchmal der Verdacht von Routine einstellt, so kommt das „Prost ihr Säcke“ irgendwie noch immer überzeugend rüber, trotz „scheißegal, Tinnitus“ wummert ein fettes „Speed Of The Beast“ aus den Boxen und der ganze Saal scheint auf Chris' „wo sind die Hände?“-Anweisung mit ihren Powerfäusten den Nebel herauszuboxen. Keith Richards bekommt „Warmachine“ spendiert und natürlich darf auch nicht die Aufklärung fehlen, wer denn da die Felle versemmelt: Martin Below (Aardvarks, ex-Wolfen, ex-Guerrilla) ist heute für den verhinderten, etatmäßigen Oliver eingesprungen.

Nicht alle Songs rappeln heute wie gewohnt, da wird auch mal das Ende eines Tracks recht spontan verändert, die Stimmung aber leidet darunter nicht, denn die Songs funktionieren auch so bestens. Da wundert es auch nicht, dass der eine oder andere Handkantenschlag „Fist Of The Dragon“ begleitet, Wolfsgeheul bei „The Howling“ (schade, da hätte man sich mal wieder als Überraschung Björn von The Very End, die übrigens dieses Jahr auch ein neues Album aufnehmen wollen, ins Boot holen können) aufkommt und am Ende auch hier fette Zugabe-Rufe das Lükaz zum Erbeben bringen. Mit den alten Shitheadz-Krachern kann man dann – heute ohne Medley – auch nicht mehr viel falsch machen.

Setlist:

Intro
Motor Discipline
Trouble In Motor City
Speed Of The Beast
Fuel The Warmachine
Fist Of The Dragon
King Of The Dead End Road
Back In The Action Car
Dead Army
Wheels Of Purgatory
The Howling
Return Of The Demons
Motorjesus
A New War

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann