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Motorjesus, Eat The Gun, President Evil im Konzert (Viersen, Februar 2014)

Ausverkaufte CD-Release-Show in der Viersener Rockschicht

Wenn das mal keine Ansage ist: Ausverkauft! Die Jungs von Motorjesus laden heute Abend zur CD-Release-Show nach Viersen, der Laden brummt und platzt aus alle Nähten, man trifft viele Freunde, Bekannte und/oder andere Bands, und schnell wird deutlich, dass sich ein Großteil der Anwesenden auch kennt. Klar, die Motorjuppis spielen auch unweit von zu Hause, da mag der Heimspielfaktor also eine große Rolle spielen, doch wer die heutige Konzertlandschaft intensiv beobachtet, der weiß, dass so etwas nicht selbstverständlich ist. Die Anheizerrolle heute übernehmen Eat The Gun sowie

President Evil

aus Bremen. Sie wissen auch ganz genau, dass die Fans heute allerdings nur auf eines warten: den Headliner. Da passt es dann ganz gut, dass sie ohne groß zu schnacken ein paar heftige musikalische Argumente in die sich knubbelnde Menge feuern. Das Publikum scheint auch bis auf einige wenige Ausnahmen vorerst reserviert, doch das gibt sich schnell und immer weniger können sich der furztrockenen Stoner-Rock-Riffgewalt entziehen.

Es hätte auch heute für President Evil anders kommen können, da Fronter Neal sich quasi auf die Bühne quälen muss und nur mit ein paar Schmerzmitteln die Show angehen kann – Hut ab, scheint da der passende Spruch zu sein, denn Neal, wie immer mit seiner eigenen Krempe behütet, die er erst kurz vor Schluss einmal kurzzeitig lüftet, kämpft sich weit über passabel durch das Set, wirkt trotzdem wie eh und je etwas bewegungshölzern, kann aber stimmlich ohne Abstriche punkten.

Überhaupt, was auch immer in den Köpfen herumspuken mag, die Bremer zeigen sich sehr agil und spielfreudig, wohl wissend, wie ihre Rolle heute interpretiert wird. „Ich weiß, alle sind wegen der Motorjuppis hier“, trifft Neal den Punkt, macht kurz Werbung für deren neue Scheibe und kündigt mit „Hit The Score“ einen Song gegen die ganzen geldgeilen Arschlöcher an. Der Widerstand im Publikum schwindet zusehends und einige Fans steigen mit der geforderten Powerfaust ein. „Ich bin anpassungsfähiger“ beweihräuchert Neal sich kurzerhand selber und stellt damit die Leibchen der Band in den Vordergrund – die anderen haben immer andere Bandshirts an und zeigen sich laut seiner Aussage wohl nicht ganz so flexibel.

„Egal, wir sind hier, um Musik zu machen“, so die finale Ansage. Die Bremer landen mit „Priest Of Rock’n’Roll“ und der riffigen MJ-Hommage einen Volltreffer, wobei die Fans schon in größerer Zahl ins „Hell Yeah“ einsteigen. Schade, dass Chris sich nicht bei dem anschließenden „Never Ending Sin Of Life“ auf der Bühne zum Duett blicken lässt, aber auch so sorgt das „we need no drugs to fly“ für äußerst gute Stimmung mit der Folge, dass President Evil dann nochmals mit einer Zugabe ran dürfen. Nun ja, so erspielt man sich halt in der Ferne locker ein paar neue Fans dazu.

Setist:

Intro
Dirty Cage
Hell’s Holiday
Cold Inside
Temptation
Black
Hit The Score
Coffee & Cocaine
Priest Of Rock’n’Roll
Never Ending Sin Of Life
------------------------
Dad Man’s Fload

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