Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Moshroom Festival 2012

Metalheads, Core-Kiddies und sonstige Musikbegeisterte für den guten Zweck

Lamera wirken ein wenig verpeilt

Zum Thema

Lamera

Auf den ersten, flüchtigen Blick wollen uns die Mannheimer Lamera weis machen, dass sie für groovigen Death Metal stehen, unterschlagen dabei allerdings die wohl offensichtliche Metalcore-Hauptkomponente. Rund um ihre Heimatstadt sind sie aus der heimischen Liveszene kaum mehr wegzudenken, hier am linken Niederrhein müssen sie sich allerdings der Situation stellen, dass sie zu den Unbekannteren zählen, auch wenn sie schon seit acht Jahren musizieren. Dieses Jahr stehen aber für das Core-Quintett die Zeichen auf Expansion, denn es will ja nicht nur die ehemalige Residenzstadt Mannheim in Schutt und Asche gelegt werden, sondern das Debütalbum „Mechanically Seperated“ soll auch in anderen Bundesländern auf Kundenfang gehen.

Schade, unsere The-Pit.de-Katharina bekommt ja schon bei dem Namen Lamera einen feuchten Schlüppek und wäre vor der Bühne richtig gut aufgehoben, so aber müssen die Mannheimer erst einmal auf großartige Unterstützungsversuche der Anwesenden verzichten. Sicher, Applaus gibt es, doch das wirkt alles noch ein wenig verhalten, auch wenn die Lethargie wie beim Opener sich so langsam in Wohlgefallen auflöst. Vielleicht aber hätten Lamera ein bisschen mehr punkten können, würden sie nicht so verpeilt wirken, denn wenn man sich auf der Bühne noch überlegen muss, welche Songs denn jetzt gespielt werden sollen, dann kommt das zumindest heute Abend nicht spontan herüber, sondern wie erwähnt eher verpeilt.

Als weiterer, aber auch letzter Kritikpunkt soll noch aufgezeigt werden, dass die größtenteils englischen Ansagen eher für Kopfkratzen als für humoristisches Kopfnicken sorgen – Ausnahmen bestätigen die Regel, zudem ist gerade das sehr junge Publikum mit Schwanzgeschichten durchaus zu erheitern, doch die meisten teilen halt nur bedingt den Unterhaltungswert der „Cockteaus“.

Ein bisschen braucht es, aber zu „Judgement“ wird es dann voller in der Funzel, was man am lauter werdenden Applaus gut bemessen kann, „The Interceptor“ bietet einen dynamischen Mix aus satten Grooves, für „Novocaine“ fordert Frontmann Tom dazu auf, dass einige Körper an andere Körper klatschen. „Wer hat Bier? Wer hat Sex?“, will Tom noch wissen, bevor Gitarrist Christo ihm in die Parade fährt und ein „Ich will mal alle Hände sehen“ herausposaunt. Das taut dann auch die restliche Distanz auf, die Powerfäuste schwuppen in die Höhe und zum Rausschmeißer „Automated System“ lässt es sich ein kleiner Moshpit nicht entgehen, den Weg der körperlichen Tüchtigungszüchtigung zu gehen. So haben Lamera dann am Ende doch noch die Kurve bekommen, was insofern bemerkenswert ist, da sie ja erst kurzfristig eingesprungen sind.

Setlist:

Apex Predator
Judgement
The Interceptor
Spellbound
Novocaine
Filtered
Automated System

Seite
comments powered by Disqus

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin