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Moonspell & Septicflesh im Konzert (Hamburg, März 2015)

Griechen und Portugiesen rocken gemeinsam im "Knast"

Machen die Fans heiß auf den Headliner: Septicflesh

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Anfang des Monats haben Portugal’s finest Moonspell ihr neuestes Album „Extinct“ veröffentlicht und damit einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit unterstrichen. Nach dem Doppelrelease „Alpha Noir“/„Omega White“, bei dem man harte und sanfte Tracks weitestgehend voneinander trennte, hat man nun wieder eine Einzelscheibe am Start, die die Trademarks der Band wunderbar miteinander vereint, aber auch durchaus neue Facetten offenbart. Zweifellos ein spannendes Album, das selbstverständlich auch an der Livefront ausgiebig vorgestellt werden soll. Die Truppe ist bereits ganz gut eingespielt, da man zuvor in Deutschland schon in Heidelberg und Essen sowie zuvor in Belgien und den Niederlanden gastierte. Doch soll hier natürlich nicht der Support unterschlagen werden, den die Griechen

Septicflesh

bilden. Das Quartett ist die einzige Vorband auf dieser Tour, was für sie den Vorteil bedeutet, dass sie etwas länger ran dürfen als es bei Supportacts sonst meist der Fall ist. Eine ganze Stunde Spielzeit haben die Jungs, die schon ähnlich lange wie Moonspell im Geschäft sind und im Sommer letzten Jahres ihr neuntes Studioalbum „Titan“ herausbrachten, zugestanden bekommen. Pünktlich um halb neun fällt der Startschuss mittels eines atmosphärischen Intros. Der Club ist noch ziemlich überschaubar besucht, was schon etwas enttäuschend ist, denn auch wenn es sich hier „nur“ um die Vorband handelt – Septicflesh sind immerhin keine Anfängercombo mehr, die niemand kennt und die total grün hinter den Ohren ist.

Entsprechend souverän zeigt sich das Zusammenspiel des Vierers, besonders Schlagzeuger Kerim „Krimh“ Lechner, der noch ganz frisch in der Band ist, kann mit technischer Finesse beeindrucken, doch auch Sänger und Bassist Spiros Antoniou überzeugt durch seine lockere Art; wie er sein sehr tief hängendes Langholz durch die Gegend schwingt, erinnert zumindest ein bisschen an die Coolness des seligen Pete Steele.

Soundtechnisch ist das Ganze definitiv ausbaufähig, aber das hält die Meute nicht davon ab, die Gruppe abzufeiern. Auch verhältnismäßig wenige Leute können Stimmung machen und so kreisen die Matten gleich ganz ordentlich, außerdem füllt sich der Knust mit dem Fortgang des Konzertes auch nach und nach. Wer mit der Musik der Griechen nicht vertraut ist, wird sich mit der kruden Mixtur aus schnellem, aggressivem Death Metal mit klassischen/ atmosphärisch-gotischen Einsprengseln sicherlich schwer tun und dem Verfasser geht es zugegebenermaßen so ähnlich. Das Songwriting wirkt hin und wieder etwas zerfahren, aber vielleicht muss man sich die Band einfach auch noch mal auf Platte geben.

Dummerweise nämlich kommen alle Keyboards vom Band, was bei der Fülle an Tastenelementen etwas schade ist. Von der Laut-Leise-Dynamik passen Livemusiker und Bandmaterial nicht immer so richtig, aber einen Live-Keyboarder anzuheuern, ist wahrscheinlich wie so oft mal wieder eine Frage des Budgets. So oder so: Die Herren beherrschen ihre Instrumente, spielen tight und die Fans haben ihren Spaß. Setlist-technisch konzentriert man sich wie nicht anders zu erwarten vor allem auf die neue Platte, die unter anderem in Form des Titelstücks, „Order Of Dracul“ und „Prometheus“ vertreten ist. Keine Frage, Septicflesh haben hier alles richtig gemacht, besonders der ständig animierende Spiros hat das Publikum so richtig heiß auf den Headliner gemacht.

Setlist (ohne Gewähr):

War In Heaven
Communion
Order Of Dracul
Pyramid God
A Great Mass Of Death
Prototype
Titan
The Vampire From Nazareth
Lovecraft’s Death
Anubis
Prometheus

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