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Mono Inc. & Hell Boulevard im Konzert (Dresden, Oktober 2018)

„Ihr macht mich sprachlos“

Im Sommer vorigen Jahr kündigten Mono Inc. eine Pause auf unbestimmte Zeit an, im Dezember folgte schon eine Unterbrechung für die Eisheiligen Nächte und im diesjährigen Juli stand bereits ihre neue Scheibe „Welcome To Hell“ bereit. Da fragt man sich zwar direkt, was die Hamburger unter einer Pause verstehen, Fans der Dark-Rock-Institution wird die recht kurze Abstinenz allerdings mit Sicherheit freuen.

Nun ist der Vierer mitten in seiner „Welcome To Hell“-Tour und steuert den Dresdner Schlachthof an, der bereits weit vor Konzertbeginn mit einer langen Menschenschlange aufwartet. Doch bevor die reichlichen Besucher den Hauptact erleben dürfen, heißt es erstmal den

Hell Boulevard

zu überschreiten.

Wie schon der Einstieg mit „Love Is Dead“ zeigt, wird auch hier auf Dark Rock gesetzt und man muss den vier Herren zugleich zugestehen, dass dieser auch noch recht gut gemacht ist. Besonders die Stimme von Frontmann vDiva sticht aus dem Soundgebilde hervor, so bringt sein sonores, volles Organ den Songs noch etwas mehr Tiefe. Und besagter Frontmann begrüßt sogleich das Publikum und kündigt mit „Satan In Wonderland“ einen Titel vom neuen Album „In Black We Trust“, welches im September erscheinen ist, an. Stampfender Goth'n'Roll, der mit Synthie-Elementen angereichert ist, schiebt sich durch den Saal und wird mit erstem Applaus belohnt. Wobei man durchaus anmerken muss, dass dieser noch recht zurückhaltend ist.

„All I've Lost“ ist hingegen eine ruhige Nummer, die mit einem längeren Gitarrensolo aufwartet und vom deutlich treibenderen „Bad Boys Like Me“ abgelöst wird. Dass man hier etwas mehr Dampf macht, zahlt sich immerhin mit einer deutlich gestiegenen Publikumsbeteiligung aus. Erste Hände fliegen in die Höhe und selbst wenn diese nicht durchgängig oben bleiben, möchte man dies als Anfangserfolg verbuchen. „Zero Fucks Given“ bricht mit fetten Beats herein, die Aufforderung zum Mitklatschen fällt somit auf fruchtbaren Boden und lässt die Stimmung weiter aufkochen.

Allerdings steht das Gespann, welches sich aus Mitgliedern aus Deutschland, Schweiz und Italien zusammensetzt, nun schon am Ende des Konzerts. Der letzte Titel wird angekündigt und gleich noch eine Einladung auf einen Drink am Merch ausgesprochen. „Hangover From Hell“ zeigt sich gar noch etwas griffiger als seine Vorgänger und wird dementsprechend mit Beifall belohnt. Anständige Leistung von Hell Boulevard, selbst wenn man sich vor der Bühne oft zurückhaltend zeigte.

Setlist:

Love Is Dead
Satan In Wonderland
A Lesson In Pain
In Black We Trust
All I've Lost
Bad Boys Like Me
Zero Fucks Given
My Dead Valentine
Hangover From Hell

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