Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Molly Hatchet, Timmy Rough, Dragstrip Rodeo im Konzert (Bochum, Dezember 2010)

Die Südstaaten müssen wohl in Bochum liegen

Dragstrip Rodeo mussten um Zuneigung kämpfen

Zum Thema

So manches Konzert litt in diesem Winter hier im Pott schon unter mangelnder Zuschauerresonanz, und auch die Molly Hatchet-Tour lief nicht gerade reibungslos – die Skepsis wankte von „findet das überhaupt statt“ bis „mehr als Hundert werden wohl nicht kommen“. Doch Pustekuchen, der Südstaatenrock der Band aus Florida zog knapp 450 Leute an, die sich trotz vereister Straßen auf den Weg in die Bochumer Zeche gemacht hatten, um auch noch mit zwei sehr engagierten Vorbands – Timmy Rough und Dragstrip Rodeo – belohnt zu werden.

Dragstrip Rodeo

Pünktlich enterten Dragstrip Rodeo die Bühne, und die ersten hundert Gäste waren auch schon vor Ort. Allerdings dürfte die Band den meisten noch völlig unbekannt gewesen sein, obwohl sie nun auch schon ein paar Jahre zusammen Musik machen. Mit gut rotziger Rockmusik kamen sie daher, hoch energetisch, und einer fetten Prise Punk als Grundgerüst, ständig stampfend und fest in den Hintern tretend, und die einzige Reminiszenz an den „Go West“-Spirit dürften die Cowboy-Hüte gewesen sein. Der beinharte Molly Hatchet-Fan interessierte sich nur am Rande für die dort laufende Mucke, aber ganz konnten sie sich auch nicht dem Rock’n’Roll-Faktor entziehen. Der Uptempo-Track „Motorbull“ sorgte für so manch wippenden Fuß, und auch der anschließende Applaus war doch gar nicht mal so schlecht für die Außenseiter aus Nordrhein-Westfalen. Der Auftritt in der Zeche Bochum war ohnehin für die Band eine tolle Gelegenheit, sich kurz vor den Weihnachtstagen einem größeren Publikum zu stellen.

Mal mit Motörhead-Feeling, mal mit Rotz-Punk-Rock, aber immer mit viel Leben, ließen sich die Jungs nicht durch die großen Lücken in der Zuschauermenge einschüchtern und rotzten einen Fußwipper nach dem anderen heraus. Und nach und nach machten sich ihre Mühen dann doch noch bezahlt, denn schlussendlich steckte auch in jedem Molly Hatchet-Fan ein waschechter Rock’n’Roller (Damen sollten sich ebenfalls angesprochen fühlen, auch wenn es hier nicht gegendert ist), und deutlich üppigerer Applaus füllte die kurz gehaltenen Spielpausen.

Etwas Verwirrung kam lediglich auf, als der Fronter des Trios meinte, dass sie nun mit „The Ballad Of Dragstrip Rodeo“ den letzten Song spielen würden, allerdings dann ohne Umschweife gleich noch einen nachlegten. Unterm Strich ein toller und unterhaltsamer Anfang des Abends.

Setlist:

Intro
Brandnew Song
Roadsmoke
Motorbull
Kings Of Motorville
Gimme Booze
Pretty Mean
Let’s Go To Hell
Try To Kill Me
The Ballad Of Dragstrip Rodeo
Silver Lady

Seite
comments powered by Disqus

Erneut eine eindrucksvolle Bewerbung um den Titel „Konzert des Jahres“

Vom pinkfarbenen Cover hin zum Boxen

Das Wandern ist des Metallers Lust

Refuge, Teutonic Slaughter und Kadaverficker beim Saunafest