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Mike Tramp & The Rock’N’Roll Circuz, Earthmover im Konzert (Wuppertal, November 2011)

„…denn es zählt nur der Rock’n’Roll“

Henning von Earthmover ist für die Organisation zuständig

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Die Sterne hätten für diesen Abend schon kaum ungünstiger stehen können – zuerst wurde der bundesdeutsche Start der ersten Tour von Mike Tramp & The Rock’n’Roll Circuz wegen der Clubschließung in Osnabrück hier nach Wuppertal verschoben und firmiert nun als „Rescue-Show“, und dann fallen auch noch Crimes Of Passion aus, die auf dem Weg ins Bergische Land mit einer Autopanne liegen blieben. Zumindest zwei von ihnen schaffen es noch rechtzeitig und stellen sogar noch die Backline bereit – Hut ab vor so viel Einsatz. Gastgeber Henning nutzt natürlich diesen Abend, um mit seiner Band Earthmover den Support zu stellen.

Earthmover

Na, das kann ja heiter werden. In Vorbereitung zum Konzert wurden die Suchmaschinen des weltweiten Netzes aufs Äußerste gegängelt, um wenigstens etwas über die noch völlig unbekannten Earthmover herauszubekommen. Viel ist dabei nicht heraus gekommen als das, was eh schon in der Mail durch Bandkopf Henning und Organisator dieses Abends feststand: Henning Wanner, den meisten Fans eher durch seine Keyboard-Aktivitäten bei White Lion, Jaded Heart und Mad Max bekannt, lebt hier seinen Sangespassion aus (was er auch schon als Sänger und Gitarrist bei Nice Try gemacht hat). Ergänzt wird die Truppe durch Gitarrist Peter Noack, Bassist Martin Matthäus und Schlagwerker Oliver Theus, die zusammen auch eine selbst betitelte 6-Track-EP veröffentlichten. Das ist es dann auch schon.

Kurz vor dem Konzert lässt Henning noch durchblicken, dass er sehr gespannt sei, wie denn das gesetztere Publikum auf Earthmover reagiere, denn schließlich spielen sie mit einem Bastard aus Monster Magnet und Queens Of The Stone Age deutlich aggressiver als der Headliner des Abends auf. Und wie zur Bestätigung zocken sie gleich als erstes das Kyuss-Coverstück „Thumb“ und ernten große Fragezeichen; die meisten wissen anscheinend wirklich zunächst nicht, wie ihnen geschieht und halten sich in respektvollem Anstand zur Bühne lieber am Tresen fest. Fronter Henning lässt auch früh durchblicken, dass wegen der Panne bei Crimes Of Passion seine Band nun zehn Minuten länger spiele, und schon startet das Quintett mit einem von Saigon Kick und Kyuss-inspirierten „Nightflame“.

Henning nutzt seinen Mikroständer immer wieder als Gitarrenersatz, weist immer wieder auf die eigene EP (die es im Übrigen für 15 Euro inkl. Shirt gibt), und immer wieder versucht es das Publikum einzubinden, doch dieses bleibt zum größten Teil weiter auf Distanz und kommt zumindest mit mehr Applaus aus dem Quark. Selbst die beiden weiteren Kyuss-Stücke „Green Machine“ oder auch das famos gespielte „Gardenia“ wurde von den meisten Anwesenden erst gar nicht erkannt – traurig, traurig, zocken doch Earthmover nahe am Original und wirken genauso authentisch wie das Original – nur hier auf der Wuppertaler Börsenbühne gibt es mehr Bewegung.

Aber auch das eigene Material kann überzeugen – so z.B. das mit einem genialem Solo vorgetragene „Trouble“, und Henning will wissen, ob denn alle Spaß haben, um dann festzustellen, dass der angereiste The-Pit.de-Schreiberling stark schwitzend und feist grinsend die Powerfaust in die nebelige Luft erhebt. Das balladesk startende „Trouble“ wird dann endlich mit ordentlichem Applaus bedacht – warum nicht früher so.

Setlist:

Thumb (Kyuss-Cover)
Breakout
Nightflame
Down The Trail
Curiousity
Green Machine (Kyuss-Cover)
Trouble
Come Tonight
Gardenia (Kyuss-Cover)

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