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Midnight Force & Goytacá im Konzert (Essen, März 2018)

Für Weltmeisteranwärter im Kauz-Metal geeignet

Besser besucht als befürchtet, so kann man den Metal-Mittwochabend im Essener Don't Panic wohl ganz gut zusammenfassen, zumal auch ein paar Leute vor Ort sind, die diese Underground-Konzertreihe zum ersten Male besuchen. Eigentlich sollten ja die Gelsenkirchener Thrasher Resistor den Abend eröffnen, mussten aber kurzfristig passen, weswegen die Düsseldorfer Goytacá heute den Einheizerposten übernehmen. Kauzig wird es dann natürlich mit Midnight Force, das weiß man, wenn man die Band schon kennt.

Goytacá

Ruppig, thrashig, experimentell und auch noch dreisprachig, so präsentieren die sich verjüngten Thrasher Goytacá aus Düsseldorf heute Abend – seit unserer letzten Stippviste sind nun eben Gitarrist Gregor und Bassist Jean neu eingestiegen. Natürlich dreht sich alles weiterhin um Frontmann und Gitarrist Leon, der mit seinem unmelodischen Gebell zumindest die Textverfolgung unmöglich macht, der aber auch in kleinem Kreise selbstbewusst durch den Showteil führt.

Um halb neun geht es dann endlich los mit „Goytacá“, da stehen einige der Anwesenden noch im vorderen Bereich des Don't Panic, bewegen sich dann in den Backyard und werden mitten im Song gleich noch mit einem „nochmals guten Abend“ empfangen. Die Demo von 2013 ist dann auch direkt zu Beginn verbraten und abgehakt, interessanter wird es also, als das Quartett dann gleich auch mit einem neuen Bündel an Songs um die Ecke kommt und Leon verrät, dass man dieses Jahr noch ins Studio gehen will, um das Debütalbum einzutüten.

„WHW“, was auch immer das noch heißt, könnte auch noch als Arbeitstitel durchgehen, wird von Leon als „Bassficker“-Song angekündigt – klar, dass Jean für den Songauftakt zuständig ist, der dann auch auf seinen Tieftonsaiten vor sich hinfrickelt. Die Anwesenden kommen aber nur schwer aus dem Quark, ein paar schütteln ihre Häupter, der Applaus kann sich hören lassen, erst gegen Ende wird es dann auch wilder vor der Bühne, was dann auch mit einem „ihr könnt mitklatschen“ von Leon angeheizt wird – viel schöner sind dann aber die Headbanger zu „Furor Teutonics“ in der ersten Reihe, die sich von dem Wunsch-Feuerzeugspiel gar nicht erst haben verwirren lassen.

„Viel Spaß noch mit Midnight Force“, lässt Leon wissen, zuvor hatte er noch auf den kleinen Merchstand hingewiesen, die aber von den Fans geforderte Zugabe – man hatte sich quasi schon auf ein nochmaliges „Goytacá“ verständigt – darf dann doch nicht gespielt werden; die Zeit ist halt abgelaufen.

Setlist:

Goytacá
Porrada
Obama Bin Laden
Alejadinho
WHW (Bassficker)
Keine Toleranz
Apotheosis
Wrong Way Driving
Furor Teutonicus

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