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Mid European Pagan Siege Tour im Konzert (Regensburg, September 2013)

Die volle Packung Pagan Metal

Terrateya

Stilistisch ist die Formation Terrateya heute der Paradiesvogel unter den fünf spielenden Bands. Selbst bezeichnet die Truppe ihre Musik als Symphonic Metal, aber das ist deutlich zu kurz gegriffen. Vor allem die ersten Stücke klingen nach einer Mischung aus Japan-Pop, Alternative Metal und Experimental Metal.

Mit Violine, Keyboard und einem hohen Frauenanteil ausgestattet verschreckt die Formation zu Beginn erst einmal einen Großteil der eingefleischten Pagan Metaller.

Dazu kommt es, dass die Kompositionen oft so disharmonisch aufgebaut sind, dass man beim ersten Eindruck nicht mit Bestimmtheit sagen kann, ob sich die Truppe nun verspielt oder alles so gewollt ist.

Als ob das nicht schon genug Anspruch für die Zuhörer wäre, liegt Sängerin Lisa Rieger auch nicht gerade selten leicht neben dem Ton (Wenn das auch Absicht ist, dann war jetzt hier der Rezensent einfach auch überfordert).

Respekt muss man vor dem Mann am Schlagzeug haben. Innerhalb nur ganz kurzer Zeit hat sich der Mann das Set draufgepackt und spielt die wirklich nicht einfachen Songs mit ungeheurer Präzision.

Zur Mitte des Sets hin werden die Songs dann doch etwas melodiöser und weisen sogar einen hauchzarten roten Faden auf. Die Ballade „Ghost Ship“ ist sogar richtig toll und kann sich auch im Ohr festsetzen.

Jetzt wird es mit „Avatar“ schon wieder richtig schräg. Die Growls von Lisa Rieger kommen sogar ziemlich fett, aber mit dem sehr anspruchsvollen cleanen Gesang tut sich die zierliche Frontfrau einfach schwer.

Insgesamt kann man dem Gig schon ein paar gute Seiten abgewinnen. Viele Ideen der Formation sind unkonventionell und überraschend. Dazu kommt, dass die ungewöhnliche Besetzung eine ganz andere Melodiebreite zulässt als eine Standardbesetzung.

Eine Sache stößt allerdings richtig sauer auf. Bei „2 Minutes“ oder „Dungeon“ spielt Gitarrist Michael Cirak ein Gitarrensolo, dass durch den eingestellten Effekt viel zu laut aus den Boxen kracht. Solche Fehler sind einfachst zu vermeiden und zeugen nicht von Professionalität.

Setlist:

Raven
Memories
Torn Sky
2 Minutes
Dungeon
Ghost Ship
Avatar
Icarus

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