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Metallize 2010

Der Aachener Musikbunker wurde einmal mehr erfolgreich gerockt

Thrashtanica zelebrieren ihren Oldschool Thrash

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Ein Luftschutzbunker scheint zunächst nicht gerade ein Ort zu sein, an dem man sich an einem Freitagabend bereitwillig aufhält. Schon beim Betreten der dicken Stahlbetonmauern steigt einem der Geruch Jahrzehnte alter Gemäuer in die Nase und man wird von einer kühlen, feuchten Luft umhüllt.
Für zwei Dinge ist dieser Bunker jedoch hervorragend geeignet. Zum einen wäre da ein reges Interesse an alten Gemäuern, was hier jedoch eher unwahrscheinlich ist. Zum anderen gäbe es da einen weitaus triftigeren Grund, der heute Abend auch seine Bestätigung finden wird. Der Luftschutzbunker in Aachen wird nicht umsonst als Musikbunker bezeichnet. Regelmäßig finden in den dicken Gemäuern Konzerte oder Proben statt, so wie auch heute Abend. Die Mitglieder von der Aachener Band Scornage haben sich mal wieder gewaltig ins Zeug gelegt, um den regionalen Metalfans einen Abend zu bieten, der das Metallerherz höher schlagen lässt. Für ordentlichen Krach sorgen dabei Visnu, Thrashtanica, Guerrilla und die Luxemburger Black Out Beauty.

Visnu

Bereits zum Einlass tummeln sich die ersten Metalfans vor dem Eingang und allmählich füllt sich der Raum mit der schnuckeligen Bühne. Die ersten, die heute Abend das Set eröffnen werden, sind die Lokalmathadore Visnu. Für gewöhnlich hat es der Opener häufiger etwas schwerer als die nachfolgenden Bands, aber Visnu bringen ganz eindeutig den Heimvorteil mit. Mit dem ersten Song ihres Sets „Balisong“ ist der Raum bereits gut gefüllt und die 200er Marke wurde schon geknackt. Genauso wenig wie die physische Anwesenheit, lässt die Unterstützung und gute Laune auf sich warten. In Anbetracht dessen ist es alles andere als verwunderlich, dass die fünf Thrash Metaller eine hochmotivierte Art und Weise an den Tag legen.

„Infected“, das Cover „Wachturm“ von Sodom und „Suicide Mission“ werden nur so runter geschmettert und die Haare in der ersten Reihe ziehen ihre wüsten Bahnen. Fronter Canbo redet zweitweise vor lauter Überschwänglichkeit etwas schnell, so das man nicht immer alle Ansagen versteht, aber angesichts des strammen Zeitplans, muss man sich schon genau überlegen, wie viel Zeit man sich für Worte nimmt. An diese sollte eh nicht zu viel Zeit vergeudet werden, denn die ist für den vorangaloppierenden und Laune bereitenden Sound von Visnu vorgesehen. Nichtsdestotrotz ist die Konversation zwischen den Fans in der ersten Reihe und Canbo nicht zu verachten und trägt durchaus zur allgemeinen Stimmungserheiterung bei. Das denkt sich auch ein Freund der Band, der sich plötzlich einfach sein Plätzchen in der Sardinenbüchse sucht und mit gelber Luftgitarre bewaffnet die Saitenhieber Daniel, Ed und Phil unterstützt.

Zwar bleibt der Sound der kleinen, gelben Flying V etwas unausgeglichen und leise, aber Spaß haben dennoch alle. Schnell folgt noch der selbstbetitelte Song „Visnu“ und „Bring Me Chaos“, bevor mit „World Of Blaze“ der Schlußpfiff gefallen ist. Das Publikum jubelt begeistert von dem runden Auftritt von Visnu und fordert sogar eine Zugabe ein. Als darauf die Töne der Gitarre erklingen, wird sofort klar, welcher Song hier als nächstes auf der Coverliste steht. „Raining Blood“ von Slayer ist eine gewaltige Hausnummer und sorgt ein letztes Mal für Visnu am heutigen Abend für eine große Resonanz.

Setlist:

1. Balisong
2. Infected
3. Wachturm (Sodom)
4. Suicide Mission
5. Thrash Not Dead
6. Time For Blood
7. Hailing To Destruction
8. Visnu
9. Bring Me Chaos
10. Burst Of Blaze
11. Raining Blood (Slayer)

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