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Metalfest Winter Edition 2011 (Oberhausen)

Festivalkonzept geht in Oberhausen nicht auf

Sepultura

Zuerst ganz nebenbei: So langsam nervt die Diskussion doch gewaltig, wo denn die Cavaleras wären, immer mit den „Ich war schon damals auf der Tour 1991 dabei“ oder „Ich bin ein besserer Fan, denn ich habe sie schon gekannt, da wussten sie noch gar nicht, dass sie Musik machen“-Argumenten – sogar in der Turbinenhalle bleiben  noch immer einige Fans bei dieser Meinung – streift euch doch die Spandex von damals über die spacken Hüften und beamt euch in die Vergangenheit.

Denn nicht nur die Setlist lässt in Oberhausen keine Wüsche offen, sondern auch die Fanreaktionen küren Sepultura zum Gewinner des Abends – eindeutig. Denn mal ehrlich: Wer kann sich solcher gewaltigen Thrashperlen entziehen, die dermaßen tight aus den Speakern dröhnen? Eben. Den weltweiten Durchbruch erlebten die Brasilianer bekanntlich mit ihrer '91er Scheibe „Arise“, und genau davon gibt es an diesem Abend ordentlich was vor den Latz geknallt. Schon zu „Beneath The Remains“ klatscht der erste Crowdsurfer in die empfangsbereiten Security-Arme, ein gewaltiger Moshpit tobt mit wahrer Urgewalt direkt im Rücken der ersten drei Reihen – ein sehr fairer übrigens, denn Gestrauchelte werden schnell wieder aufgehoben und in inniger Umarmung im Kreisel eingesogen – Luftgitarren everywhere in unmittelbarer Nachbarschaft mit HeadbangerInnen. Vielleicht ist die Bühne ein bisschen groß für Sepultura, denn Derrick gehört nicht gerade zu den bewegungsfreudigsten Frontmännern. Trotzdem zeigt er schon eine ungeheure Präsenz, lässt mehr als einmal seine lange Haarpeitschen durch die Luft knallen und drischt bei „We Who Are Not As Others“ auf die bereitgestellten Trommeln ein. 

Ein Triumphzug für Sepultura, denn bis zum Schluss ist kaum Entspannung im Moshpit angesagt, und als noch der Übertrack „Arise“ in der Zugabe auftaucht, da tobt der Moshpit noch einmal brutalst durch den Saal. Wenn territoriale Ansprüche hätten bedient werden müssen, dann hätten sich Sepultura alles einverleibt – aber so was von.

Setlist:

  • Intro
    Beneath The Remains
    Refuse/Resist
    Dead Embryonic Cells
    Desperate Cry
    Amen
    Mass Hypnosis
    We Who Are Not As Others
    Altered State
    Infected Voice
    Subtraction
    Inner Self

    Territory
    Arise
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