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Metalfest Winter Edition 2011 (Oberhausen)

Festivalkonzept geht in Oberhausen nicht auf

War das ein Hick Hack im Vorfeld – viele Fans wussten lange nicht, dass das Thrash Fest Classics und das Hatefest auf einer Bühne stattfinden werden, die Thrasher, die an diesem Abend in der Überzahl die Turbinenhalle unsicher machen, können mit den Black-Bands nichts anfangen, viele Black-Metal-Fans wollen sich nicht mit den Thrash-Bands arrangieren – somit ist die Halle nur zu gut zur Hälfte gefüllt. Zudem ist ein Festivalbeginn auf einem Freitag um 12:30 gerade für die arbeitende Bevölkerung kaum zu stemmen, haben die meisten ihren Urlaub doch entweder schon für die Open Airs verbraucht oder für die kommenden Feiertage aufbewahrt. Eine wohl bessere Lösung wäre gewesen: das Hatefest im Essener Turock, das Thrash Fest Classics in der Zeche Bochum, dann wären beide Shows bestimmt deutlich besser besucht gewesen – so haben Rock The Nation ihre Quittung bekommen – ohnehin mehren sich die Stimmen nicht nur an diesem Abend, die mit dem Geschäftsgebaren und der Festivalpolitik von RTN nicht ganz einverstanden sind.

Destruction

Nachdem gerade die Thrashbands schon vorgelegt hatten und auch besser als die Teilnehmer des Hatefests ankamen, liegt es nun an Destruction, ein wenig mehr Emotionen aus den Fans zu kitzeln – und das schaffen sie dann auch gleich mit einem Start von Null auf Hundert, und besonders das „Classics“ nehmen die Herren Thrasher mal so richtig ernst: „Total Disaster“ und vor allem „Satan’s Vengeance“ – also bitte, kann ein Destruction-Gig kultiger beginnen? Wohl kaum. 

Und genau mit dem Old-School-Programm schießen die Süddeutschen weiterhin aus der Hüfte, werden zwar immer „moderner“, was die Songs betrifft, kommen aber über das Jahr 1986 nicht hinaus – kein Wunder also, dass die Fanmeute, ob betagt oder noch jung, sich die Nackenwirbel verrenkt. „Das letzte Mal waren wir zum Witchhunter-Tribut hier, im Jahre 2009“ plaudert Schmier und hebt als Chris-Tribut gleich einen Humpen Gerstenkaltschale. Ansonsten ist eher „Ich halt' mal meine Klappe“ angesagt, dafür gibt es das schon sehr lange nicht mehr gespielte „Black Mass“ auf die Lauscher, was natürlich mit einem Mattenmeer und unzählbaren Pommesgabeln allzu gerne quittiert wird.

„Bier kann doch nicht schaden“, und so werden dann auch einige Fläschchen des guten Gebräus an die Fans weitergegeben, die dann gleich bei „Invincible Force“ die zugeführte Flüssigkeit ausschwitzen können. Ist die Stimmung schon zu Beginn sehr gut, so kocht sie nach „The Ritual/Thrash Attack“ förmlich über und entlädt sich in „Destruction“-Sprechchören – trotz allem Gezeter im Vorfeld befinden sich die deutschen Thrash-Urgesteine auf der Turbi-Siegerstrasse, legen zum Schluss noch eine brutale „Curse Of The Gods“-Version nach und werden entsprechend enthusiastisch abgefeiert – well done, und das sogar bei passablem Bühnenlicht, verstecken sich die Drei doch sonst gerne in einer Wand aus Nebel und diffusem Rotlicht.

Setlist:

  • Total Disaster
    Satan’s Vengeance
    Mad Butcher
    Black Mass/Antichrist/Death Trap Medley
    Invincible Force
    The Ritual/Thrash Attack
    Eternal Ban
    Bestial Invasion
    Curse Of The Gods
    Outro
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