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Metalfest Germany 2011

Große Bands rocken die Landebahn

Die Landebahn ist geräumt, viele Bandgrößen haben zugesagt und die Wettervorhersage sagt bis zu 20°C voraus, dann nichts wie los: auf zum Metalfest 2011! So oder so ähnlich wird die Planung bei den meisten Besuchern des Metalfests abgelaufen sein. Gelohnt hat es sich dabei allemal, auch wenn dann doch das ein oder andere Sportflugzeug landete (natürlich nicht direkt auf dem Gelände, aber dafür in der Nähe!) und das Thermometer am letzten Tag dann doch deutlich spürbar über die 20°C-Marke krabbelte. Was die Bandgrößen betrifft, so wurden den Erwartungen aber vollends entsprochen. Metal-Ikonen wie Amon AmarthRageSaxonCradle Of Filth und Watain gaben sich die Ehre und Arch Enemy stellten sogar ihr neues Album vor. Aber auch viele Newcomer-Bands waren dieses Jahr in Dessau zu sehen und konnten gelungene Shows abliefern. Da es allerdings den Rahmen sprengen würde, über jede der 78 Bands detailliert zu berichten, begnügen wir uns bei diesem Festivalbericht mit einer übersichtlichen, aber bunten Auswahl an Bands aller Größen und Musikrichtungen. 

Freitag, 27. Mai

Der erste Tag des diesjährigen Metalfests getaltet sich sehr entspannt. Trotz einer Zusatzgebühr von fünf Euro für die Anreise am Vortag haben die meisten Metalheads bereits am Donnerstag das Camp-Gelände gestürmt und sich entsprechend eingelebt. Nur noch wenige Besucher trudeln an diesem Tag ein. Die Stimmung vor den ersten Bands ist entsprechend entspannt. Das erste Bier fließt, der Nachbar sitzt in einem Schaukelstuhl auf dem Dach seines PKWs, 100 Meter weiter zündet ein übereifriger Metalhead ein paar Feuerwerkskörper und das erste Beäugen der Dixi-Klos wird fällig: ein ganz normaler erster Festivaltag also. Doch der ruhige Schein trügt. Viele der Besucher sind schon so begierig auf die Live-Musik, dass sich schon zu den ersten Bands des Tages, Kultasiipi, Purgatory und Painful, eine lange Schlange vor dem Festivalgelände und kurz darauf eine recht große Menge vor den Bühnen bildet. Die Vorfreude ist den Anhängern des Metalls förmlich ins Gesicht geschrieben und verspricht eine gute Stimmung für den ersten Tag des Festivals.

Und dieses Versprechen wird mit Hilfe der Bands auch eingelöst. Gleich zu Beginn drehen Purgatory auf und hämmern mit einer vom Sänger verdeutlichten „Gott ist heute nicht hier“-Mentalität souverän, aber etwas starr durch ihr Programm. Im krassen Gegensatz dazu steht die Band Kivimetsän Druidi. In edler Gewandung tanzt sich Sängerin Leeni-Maria anmutig durch die Songs und steuert dem Fantasy Metal ihren gewöhnungsbedürftigen, trällernden Gesang bei. 

Aber auch auf der Second Stage gehen die ersten Bands ab. Der optisch sehr bunt gewürfelte Haufen von Ancient Legacy versteht sich darauf, einen energischen Melodic Death Metal aus Shouts und Growlings darzubieten. Die Black Metaller von Memoriam wenden sich hingegen der düstereren Seite des Metals zu und bieten eine ruhige Show, gespickt mit bösen Blicken. Auch Alcest haben sich diesem Metier verschrieben, vertreten ihre Musik aber auf ganz andere Weise. Nicht tief schwarz mit Stiefeln und Ketten, sondern mit Jeans und Traumfänger zeigt sich diese Band auf der Bühne. Ganz anders als Milking The Goatmachine, denn diese zeigen sich gar nicht auf der Bühne – jedenfalls nicht zur angegebenen Spielzeit. Ein kurzfristiger Wechsel zwischen Milking The GoatmachineWhile Heaven Wept und Scar Symmetry führt zu allgemeiner Verwirrung des Publikums. Ausreichende Information darüber bzw. deutliche Hinweise zu dem Wechsel fanden leider nicht statt, so dass die meisten Besucher frustriert sind, als sie von ihrem verpassten Auftritt erfahren. Zwar fällt die Show von Scar Symmetry an diesem Tag sehr routiniert und daher nur wenig spannend aus, sie aber zu verpassen, weil sie um rund sieben Stunden vorgezogen wurde, war für die meisten Fans dann doch sehr frustrierend. Wer Scar Symmetry nicht gesehen hat, konnte sich dafür aber an der Show von Elderich erfreuen. Sänger Mark Wessel motiviert das Publikum und auch mit ihrer teils sehr melodischen Musik können sie bei den Zuschauern punkten. Später rocken auf der Second Stage noch Evocation und begeistern mit ihrer stürmischen Art. 

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