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Metalfest Austria 2012

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem einfach alles egal ist

Der Sturm

Nein, nein. Der Sturm ist keine Band. In diesem Kapitel des Berichts geht es um einen echten Sturm. Natürlich bekommt nicht ein jeder Wind ein eigenes Kapitel in einem Festivalbericht. Dieses Exemplar ist aber so außergewöhnlich und verändert den restlichen Verlauf der Veranstaltung so nachhaltig, dass das Naturschauspiel (oder besser Schreckensspiel) mit all seinen Auswirkungen beschrieben werden soll. Praktisch noch während des Auftritts von Kyuss Lives! zieht der Himmel zu und tiefschwarze Wolken dominieren den selbigen. Danach geht alles sehr schnell. Innerhalb kürzester Zeit brechen heftigste Windböen über das Festivalgelände herein und zerstören schon die ersten ungesicherten Pavillons und ganz fahrlässig aufgebauten Zelte. In zweiter Instanz gesellt sich zu dem Wind noch ein Hagelschauer von fast apokalyptischem Ausmaß. Dabei ist nicht die Größe der Hagelkörner entscheidend, sondern die Menge. Innerhalb von nur ungefähr fünf Minuten kommt eine Niederschlagsmenge vom Himmel, die vor allem für die schon angeknacksten Zelte und Pavillons das Aus bedeutet. Menschen, die dem Hagel direkt ausgesetzt sind, tragen mitunter blaue Flecken davon.

Nach dem Spektakel wird die ganze Tragweite des Ereignisses erst sichtbar. Ein nicht unerheblicher Teil der Behausungen wurde wortwörtlich dem Erdboden gleich gemacht und /oder meterweit durch die Luft geschleudert. Dass dabei hauptsächlich nur Autos und andere materielle Dinge zu Schaden kommen und nur wenige Menschen verletzt wurden, ist pures Glück (der Redaktion liegt zur Zeit des Verfassens dieses Atikels kein offizielles Statement über die Schäden und Verletzten durch den Sturm vor – Anm. d. Verf.).

Die Konsequenz aus diesem Naturschauspiel ist verheerend. Der Festivalbetrieb wird bis auf weiteres unterbrochen, viele Geschädigte sehen sich gezwungen, die Heimreise anzutreten, Merchandiser müssen aufgrund zerstörter Stände abbauen, das Backstageareal hat schwere Schäden davongetragen, die Mainstage ist beschädigt und das komplette Gelände steht unter Wasser. Hinzu kommt das Informationschaos, das nach solchen Ereignissen nur allzu verständlich ist.

Zu allem Übel müssen die Veranstalter nun auch noch mit einem weiteren Sturm kalkulieren, der für nur eine Stunde später angesagt ist. Dadurch endgültig entmutigt, entschließen sich weitere Festivalbesucher zur Abreise.

Der zweite Sturm kommt nicht. Trotzdem darf die Mainstage nicht mehr bespielt werden, was den Musikfans die beiden Headliner des ersten Festivalabends verwehrt. Behemoth und Kreator dürfen auf Anweisung der Behörden nicht spielen.

Inzwischen versuchen die Veranstalter alles Mögliche, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Aus unbestätigten Quellen kommt die Meldung, dass völlig obdachlos gewordene Festivalbesucher im Merchandisezelt untergebracht werden. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind im Dauereinsatz.

Nach einiger Zeit wird der Spielbetrieb im Zelt wieder aufgenommen. Dieses hat den Sturm recht unbeschadet überlebt.

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